Berlin plant künstliches Heroin auf Rezept

Für Schwerst-Drogenabhängige

Ronald Gorny
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Berlin - Raus aus der Drogen-Hölle. Gesundheits-Senatorin Katrin Lompscher (Linke) plant die Abgabe von synthetischem Heroin auf Rezept an Schwerst-Abhängige.300 Berliner Frauen und Männer sollen Diamorphin erhalten und damit aus der Beschaffungs-Kriminalität herausgeholt werden. Sie sollen ab 2011 therapiefähig gemacht werden und so von der Droge vollkommen wegkommen. Die Teilnahme am Modell-Projekt ist aber an Bedingungen geknüpft. Die Junkies müssen unter anderem mindestens 25 Jahre alt und seit fünf Jahren abhängig sein. Diamorphin ist für Abhängige gedacht, denen das bislang gängige Mittel Methadon nicht mehr reicht.Andere Städte haben bereits gute Erfahrungen mit der Ersatz-Droge gemacht. In Frankfurt/Main braucht die Hälfte der einst Abhängigen kein Heroin mehr. 2009 hatte der Bundestag die Diamorphin-Behandlung als Regelversorgung abgesegnet. Ab 1. Oktober übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Gesundheits-Senatorin Lompscher gegenüber demKURIER: "Für Menschen, bei denen alle anderen Therapiemaßnahmen gescheitert sind, ist die neue gesetzliche Regelung ein echter Fortschritt."CDU-Experte Mario Czaja kontert: "Es gibt noch keine Vereinbarung mit Ärzten und sichere Apothekenräume." Der Senat sucht daher nach einem geeigneten Therapiezentrum. In der engeren Wahl sind nach KURIER-Informationen das Urban-Krankenhaus in Kreuzberg und das Krankenhaus Friedrichshain. In Berlin gab es im Vorjahr 155 Drogentote.------------------------------

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