Die sei angesichts der 360.000 Menschen, die den Platz und seine Umgebung täglich nutzen oder passieren, weniger schlimm, wie einzelne Vorfälle vermuten ließen. Er will vielmehr die Interessen von Anwohnern, Jugendinitiativen, Händlern, Stadtplanern oder auch Gastronomen von einem „Alex-Manager“ koordinieren lassen.
Von Dassel sagt, dass er den Überblick über die diversen Alex-Initiativen verloren habe. „Es gab einmal rund zehn, einige sind eingeschlafen, andere haben sich zusammengetan. Vielleicht sind es jetzt noch fünf.“ Die seien uneins und kommunizierten nicht genug untereinander, sondern wendeten sich gern direkt an das Bezirksamt, um ihre Interessen durchzusetzen.
Organisatoren und Teilnehmer des World Culture Festival treffen sich auf dem Alexanderplatz zum kollektiven Sonnengruß und Tanz.
© Gudath
Von Dassel nennt ein Beispiel: „Anwohner haben uns eine Petition überreicht, dass bei Veranstaltungen nach 22 Uhr die Musik leise gestellt werden soll. Das widerspricht den Interessen der Wirte, weil sie nicht nur ihren Verdienst sehen, sondern finden, dass mit vielen Menschen auf und am Alex abends die Sicherheit steigt.“ Hier soll der Manager helfen.
Von Dassel stellt sich vor, dass die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) dem Manager ein Büro zur Verfügung stellt und die Gewerbetreibenden ihn bezahlen. Dann könne er Kompromisse suchen und diese ans Bezirksamt weiterleiten.
So überprüfe das Bezirksamt zur Zeit die Sondernutzungen am Alex, der an 120 Tagen im Jahr von wochenlangen Weihnachts- und Ostermärkten sowie Oktoberfesten belegt sei. Stattdessen wolle das Bezirksamt ihn seltener und eher für Veranstaltungen nutzen, die von mehr Kultur und weniger Ramsch geprägt sind. Um Anlieger und Anwohner in die Planung einzubinden, fehle noch ein zentraler Ansprechpartner.
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