In der Cecilienstr./ Joachim-Ringelnatz-Str. sind 300 Wohnungen geplant.
© Volkmar Otto
2018 sollen in der Ludwig-Renn-Straße 200 Wohnungen fertig sein. Lange schlummerte das Potenzial von guter Infrastruktur, genügend Bildungseinrichtungen, vielen Grünflächen und attraktiven Verkehrsverbindungen. 2014 allerdings entdeckten Investoren und Projektentwickler Marzahn-Hellersdorf – seit zwei Jahren ist der Bezirk angesagter denn je. In vielen Kiezen der Großsiedlungen gibt es einen Leerstand von unter einem Prozent, die Siedlungsgebiete Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf sind bei jungen Familien schwer beliebt.
Im vergangenen Jahr wurde der Bau von mehr als 1300 Wohnungen genehmigt – ein Berliner Top-Wert. Laut einer aktuellen Prognose wächst Marzahn-Hellersdorf in den kommenden 15 Jahren auf gut 280 000 Berliner (heute 260 000).
Auf dem Gut Biesdorf befindet sich die größte Baustelle im Bezirk – für 481 Wohnungen.
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Um der rasanten Nachfrage nach Grundstücken Herr zu werden, könnten laut „Wohnungsmarktentwicklungskonzept“ kurzfristig 4500 Wohnungen gebaut werden, bis 2030 sogar 9000. „Der Wohnungs-Druck, der in der Innenstadt herrscht, kommt immer mehr bei uns an“, so Baustadtrat Christian Gräff (CDU) gegenüber dem KURIER. „Wir müssen aufpassen, nicht in eine soziale Schieflage zu geraten und gerade in den Großsiedlungen eine gesunde Mietmischung zu erhalten. Dort sollen auch Familien wohnen, die es sich leisten können, neun oder zehn Euro Miete pro Quadratmeter zu zahlen.“
2018 sollen in der Ludwig-Renn-Straße 200 Wohnungen fertig sein.
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Neben zehn bereits in der Bauphase befindlichen Projekten wie am Landsberger Tor (hier werden 349 Wohnungen gebaut) oder am Gut Champignon (328 Wohnungen) gibt es zehn weitere große Bauvorhaben. So sind auf dem ehemaligen Gut Biesdorf bis 2019 genau 481 Wohnungen geplant, an der Joachim-Ringelnatz-Str. 300 und an der Ludwig-Renn-Str. circa 200 Wohnungen. Hier könnten Studenten und Flüchtlinge einziehen.
Tipps will Gräff anderen Bezirken nur ungern geben. Er rät aber, dass jeder seine freien Flächen scannen und auf Baupotenzial überprüfen sollte.
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