Am Dienstag war es wieder soweit. Berlinale-Chef Dieter Kosslick lüftete das Geheimnis – und verriet natürlich auch alles andere, was die Zuschauer ab 15. Februar zehn Tage lang bei den 68. Filmfestspielen erwartet. Und zwar nicht nur Glamour, sondern auch politische Filme sowie eine angeregte #MeToo-Debatte.
19 Filme begehren die Bärenpreise
Doch vorweg die Stars: Schauspieler wie Tilda Swinton, Robert Pattinson, Joaquin Phoenix, Isabelle Hupert, Rupert Everett sowie Bill Murray haben sich angekündigt. Und Willem Dafoe. Er bekommt den Goldenen Ehrenbär für sein Lebenswerk. Die Internationale Jury wird von Regisseur Tom Tykwer angeführt.
19 Filme bewerben sich um die begehrten Bärenpreise, darunter vier deutsche. Kosslick: „Der diesjährige Berlinale-Wettbewerb spiegelt die Welt so, wie sie ist.“ Fügte hinzu: „Und die Welt ist komplex, vielschichtig, aber auch spannend.
Es gibt vier deutsche Bärenkandidaten
Zu sehen sind im Wettbewerb unter anderem der Film „Utøya 22. Juli“. 2011 waren auf der gleichnamigen norwegischen Insel durch den Rechtsextremisten Anders Breivik 77 Menschen ums Leben gekommen.
Diese Stars kommen in die Hauptstadt
Jury-Präsident ist Tom Tykwer.
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Schauspielerin Marie Bäumer.
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Hollywoodstar Robert Pattinson.
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Dauer-Gast Tilda Swinton.
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US-Schauspieler Jeff Goldblum.
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Willem Dafoe bekommt den Ehren-Bär.
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Zu den vier deutschen Bärenkandidaten gehört unter anderem der Flüchtlingsfilm „Transit“ um Exilschriftsteller während der NS-Zeit. Der Film „3 Tage in Quiberon“ zeichnet das Lebensdrama von Romy Schneider nach. Insgesamt sind 400 Filme zu sehen. Eine Rolle spielt auch die #MeToo-Debatte um Missbrauch in der Filmbranche. Mehrere Veranstaltungen sind geplant.
Mit dem Dresscode sieht Kosslick es nicht so eng
Unter dem Titel „Nein zu Diskriminierung“ werden kostenlos und anonym Beratungsangebote an Betroffene vermittelt. Unterstützt wird die Berlinale durch die von der Dokumentarfilmproduzentin Daniela Elstner angestoßene Initiative „Speak up“, die Betroffene ermutigen will, ihre Stimme gegen sexuelle Belästigung in der Filmbranche zu erheben.
Und was ist mit dem weiblichen Dresscode? Müssen sich die Stars weiterhin in zartem Stoff bei Winter-Wetter über den Teppich quälen? Kosslick: „Ich kann nur jeder Frau empfehlen, zur Berlinale zu kommen, wie sie will. Auf keinen Fall werde ich eine Frau zurückweisen, die in flachen Schuhen kommt, und auch keine Männer in Highheels.“
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