„Liebe Berliner, rettet unseren kleinen Engel.“ Mit diesem verzweifelten Hilfeaufruf wandten sich Paulas Eltern Madeleine (34) und Michael (34) Anfang Dezember vergangenen Jahres an die Öffentlichkeit. Sie suchten über die DKMS einen geeigneten Spender für ihre Tochter, denn nur eine Stammzellentransplantation hätte ihr Leben noch retten können.
Doch sechs Monate später gab es keine Hoffnung mehr, weil sich weltweit kein geeigneter Spender fand. Paula starb Anfang Juni in den Armen ihrer Eltern. „Unsere Kleine war bis zum Schluss ein so tapferes Kind. Ihr viel zu kurzes Leben war zum Glück bis zum Schluss froh und wir hören noch immer ihr Lachen, obwohl sie nicht mehr da ist“, sagt ihr Vater Michael. Er betonte noch einmal, wie wichtig die Typisierungsaktionen mit insgesamt 1716 Spendern und die große öffentliche Anteilnahme für die ganze Familie gewesen sei und danke allen Spendern und Unterstützern.
Paula erkrankte im November 2017 an Blutkrebs (Leukämie) und musste mehrmals schwere Chemoblöcke über sich ergehen lassen. Monatelang verbrachte sie mit ihrer Mutter im Helios-Klinikum in Buch, wo die Ärzte um ihr Leben kämpften. Ihre Schwester Emilia (6) sah sie in dieser Zeit nur sehr selten. Die beiden Geschwistern hatten sich so sehnlichst gewünscht, noch einmal zusammen im Sommer an einem See zu baden und auf einem Pony zu reiten. Doch das Schicksal hat es ihnen verwehrt.
Trotz der Trauer um ihr geliebtes Kind sind Paulas Eltern so unglaublich stark. „Auch wenn unserer Tochter nicht geholfen werden konnte, wird ihr Schicksal eine Veränderung für einen anderen Blutkrebspatienten bedeuten“, sagt Michael und ruft zum Handeln auf (www.dkms.de/fb-registrierung). Möge der kleine Engel Paula im Himmel seinen Frieden finden.
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