Die Bluttat ereignete sich gegen 20.40 Uhr vor einem Hauseingang in der Rückertstraße. Bei dem Getöteten handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 47-jährigen Albaner. Blendi G. soll mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe getötet worden sein. Angaben dazu macht die Polizei nicht.
Rückertstraße in Berlin-Charlottenburg: Auf dem Bürgersteig ist eine Blutlache zu sehen. Zuvor wurde an der Stelle ein Mann auf offener Straße erschossen
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Die Polizei stellte die Waffe sicher
Nach ersten Erkenntnissen hat der Täter vor dem Wohnhaus offenbar auf sein Opfer gewartet. Der 47-Jährige war wahrscheinlich vom U-Bahnhof gekommen und auf dem Heimweg in die Schillerstraße.
Der mutmaßliche 60-jährige Täter – auch ein Albaner – ist ebenfalls tot. „Nach der Tat richtete er noch auf dem Gehweg die Waffe gegen sich“, erklärt ein Polizeisprecher. Der 60-Jährige starb dann wenig später in einem Krankenhaus an der Schussverletzung.
Die Spurensicherung und die 7. Mordkommission ermittelten bis spät in die Nacht. Am Tatort stellten sie eine Pistole sicher. Eine Obduktion sollte noch gestern erfolgen.
In Charlottenburg ist ein Mann auf offener Straße erschossen worden.
© Morris Pudwell
Bluttat unerklärbar
„Die Hintergründe sind völlig unklar“, sagt der Polizeisprecher. Da die Straße zur Tatzeit noch relativ belebt war, hoffen die Ermittler, dass Zeugen die Tat gesehen haben. Die Polizei schließt nicht aus, dass das Motiv für die Tat im privaten Bereich zu suchen ist. Beide Männer waren mit einer Adresse in Berlin gemeldet.
Blendi G., der in Tirana aufgewachsen ist, hinterlässt eine Frau und zwei gemeinsame Kinder – einen 14-jährigen Sohn und eine sechsjährige Tochter. Er war Angestellter eines Sicherheitsdienstes in einem Bekleidungsgeschäft am Kudamm. Bekannte können sich die Bluttat nicht erklären. „Er war ein netter Typ und hatte überhaupt keine Feinde“, behauptet ein enger Freund des Getöteten.
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