Alarmierende Zahlen

Verliert Berlin an Glanz? Weniger Flüge und weniger Touristen in der Hauptstadt

Weniger Fluggäste, weniger Übernachtungen: Neue Zahlen vom BER und aus der Tourismusbranche zeigen, dass Berlin 2026 an Dynamik verliert.

Foto von Autor/Autorin: Sebastian Karkos
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Immer weniger Flugzeuge landen in diesem Jahr auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg (BER).

Immer weniger Flugzeuge landen in diesem Jahr auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg (BER).

© Florian Gärtner/DPA

Ist Berlin für Geschäftsleute und Touristen nicht mehr attraktiv genug? Die Hauptstadt war lange ein Magnet, doch neue Zahlen machen Sorgen. Die Stadt verliert an Strahlkraft. Der Berliner Flughafen BER kommt bei der Erholung vom Corona-Einbruch weiter nur schleppend voran.

BER-Zahlen bleiben deutlich unter 2019

Im ersten Halbjahr 2026 wurden 11,9 Millionen Fluggäste gezählt. Das sind 1,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher fällt der Rückgang bei den Starts und Landungen aus: Mit 89.505 Flugbewegungen verzeichnete der Hauptstadtflughafen ein Minus von 3,2 Prozent. Besonders ernüchternd ist der Vergleich laut Amt für Statistik mit den Jahren vor der Pandemie.

Im Rekordjahr 2019 wurden an den damaligen Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld allein im ersten Halbjahr mehr als 17,5 Millionen Passagiere abgefertigt. Die Zahl der Starts und Landungen lag damals bei rund 145.000. Von diesen Werten ist der BER noch weit entfernt. Auch die Luftfracht entwickelte sich zuletzt rückläufig. Hier meldeten die Statistiker ein Minus von 7,3 Prozent.

Berlin hat viel zu bieten. Hier fotografiert eine Touristin die Skulptur „Molecule Man“ in der Spree.

Berlin hat viel zu bieten. Hier fotografiert eine Touristin die Skulptur „Molecule Man“ in der Spree.

© Marco Bunk/imageBROKER/IMAGO

Die schwächeren BER-Zahlen passen zu einer Entwicklung, die sich auch beim Tourismus zeigt. Insgesamt kamen im ersten Halbjahr rund 5,9 Millionen Besucher in die Hauptstadt, wie das Amt für Statistik kürzlich bekannt gab. Das sind zwar nur 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings sank die Zahl der Übernachtungen deutlicher um 2,7 Prozent auf 13,6 Millionen.

Internationale Gäste bleiben Berlin zunehmend fern

Auffallend: der Rückgang bei den internationalen Gästen. Knapp zwei Millionen Besucher reisten aus dem Ausland nach Berlin, 4,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl ihrer Übernachtungen brach sogar um 6,4 Prozent ein.

Besonders schmerzhaft: Gerade internationale Touristen und Geschäftsreisende gelten als wichtige Umsatzbringer für Hotels, Restaurants und den Einzelhandel. Zwar kommen die meisten ausländischen Besucher weiterhin aus Europa (wichtigstes Herkunftsland bleibt Großbritannien, gefolgt von den USA), doch selbst dort gingen Gästezahlen und Übernachtungen zurück.

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