Die bizarre Geschichte ereignete sich am 11. Juni 2013 in seiner Wohnung in Prenzlauer Berg. Elena C. (26) und Leila S. (23) waren bei ihm – zum „Chillen“, dann kippte die Stimmung. Die Anklage: Nach zunächst einvernehmlichen Fesselspielen habe Tewaag versucht, die Frauen ans Bett zu fesseln. Als sich Elena C. wehrte, soll er sie geohrfeigt, dann mit der Faust geschlagen haben. Jochbeinbruch.
Tewaag aber sieht sich als Opfer: „Erst wurde ich an mein Bett gefesselt – es ist ein Designerbett, das mit Handschellen geliefert wird.“ Er habe Sex weder gewünscht noch bestellt: „Ich kam mir vor wie ein Depp, machte gute Miene zum bösen Spiel. Meine Augen waren verbunden, ich war geknebelt.“ Leila habe begonnen, es sei zu Sex-Handlungen gekommen, er habe sich „nicht vergewaltigt, aber vorgeführt“ gefühlt.
Die Richterin: „Waren Sie entblößt? Tewaag: „Mir war die Hose runtergezogen worden.“ Richterin: „Sind Sie von einer Dame geritten worden? Tewaag: „Ja.“ Richterin: „Wurde Ihnen zu zweit einer geblasen? Der Filmproduzent nuschelnd: „Ja. Es wurden auch Eiswürfel eingesetzt, es war mal warm, mal kalt.“ Als er wieder frei war, habe er fesseln wollen: „Ich nahm Elenas Fuß, sie griff mir in die Hoden.“ Der Schmerz sei höllisch gewesen: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Weil sie riss und nicht losließ, habe er geschlagen: „Es war im Reflex, tut mir leid“. Der Verteidiger nennt es einen „Befreiungsschlag.“
Die schöne Elena, Expertin für erotische Massagen soll für blutende Kratzer gesorgt haben. Tewaag: „Das Blut lief meine Beine runter.“ Die Masseurin zur Richterin, die angesichts der pikanten Aussagen völlig cool blieb: „Er hat auf mein Nein nicht gehört, drückte mich aufs Bett – seine Genitalien auf meiner Brust - ich wusste nicht, wie ich mich hätte anders wehren können.“ Später verlangte sie Geld von Tewaag – bis 4000 Euro, weil sie lange nicht arbeiten konnte.
Der Prozess geht erst am 17. Juni weiter – aber Tewaag kennt sich aus vor Gericht: Er ist mehrfach vorbestraft, zumeist wegen Körperverletzung. Hinter ihm liegen schon 586 Tage im Gefängnis. KE.
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