Ja und nein. Man kann sagen: Der Papst hat sein eigenes Geld, aber ein Gehalt bekommt er nicht. Wie das geht? Der Papst ist ja nicht nur das Oberhaupt Katholiken auf der ganzen Welt - das sind immerhin 1100 Millionen Menschen - sondern auch so etwas wie der König eines eigenen Staates: der Vatikanstaat. Die Vatikanstadt, in der der Papst lebt, liegt mitten in der Hauptstadt von Italien, in Rom. Sie ist der kleinste Staat der Welt. Rund 500 richtige Bürger hat der Vatikanstaat - mit Pass und allem, was dazugehört.Wie jeder andere Staat hat auch der Vatikan mit Geld zu tun. Dem Vatikan gehören viele Kirchen, Häuser und Kunstschätze. Das alles zu erhalten, kostet Geld. Aber aus seinen vermieteten Häusern nimmt der Vatikan allein schon jedes Jahr über 20 Millionen Euro ein.Finanzminister gibt es im Vatikan gleich mehrere. Es gibt auch eine eigene Bank. Und weil er ein zwar kleiner, aber trotzdem richtiger Staat ist, darf der Vatikan auch eigene Briefmarken drucken und eigenes Münzgeld prägen.Der neue Papst Benedikt XVI. ist seit fast 500 Jahren der erste Papst aus Deutschland. Auf den Vatikan-Euros von 2006 ist er erstmals abgebildet und hat damit sein eigenes Geld. Aber Geld bekommt er für seine Arbeit trotzdem keins.Wollte sich der Papst an einem heißen Tag einfach mal ein Eis kaufen, was würde er dann machen? Er würde es wohl einem seiner zwei persönlichen Sekretäre sagen, die immer an seiner Seite sind. Alles, was ein Papst so zum Leben braucht, besorgen sie ihm.Das heißt nicht, dass der Papst kein Geld haben darf. Geld, das er vorher schon auf dem Konto hatte, bevor er Papst wurde, oder anderes Vermögen darf er behalten.------------------------------Zwischenzeile: DER PAPST IST AUF DER EURO-MÜNZE DES VATIKANS ABGEDRUCKTZwischenzeile: DER VATIKAN NIMMT JEDES JAHR 20 MILLIONEN EURO MIETE EIN
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