Bei „Hart aber Fair“ verteidigte ein AfD-Politiker den feigen Mord an CDU-Politiker Lübcke mit dem klassischen neu-rechten Argument: Man wäre gegen jede Art von Gewalt, egal ob von rechts oder von links. Diese Argumentation spielt sich auf dem gleichen Niveau ab wie die Verteidigung eines mit dem Kindermädchen „in flagranti“ erwischten Ehemannes mit dem Hinweis, dass der Nachbar schließlich auch Pornos gucke …
Das ist ein weit verbreiteter Reflex in AfD-nahen Kreisen: Die Linken tun es doch auch. Der Unterschied ist: Linke zerstören Dinge (Mülltonnen, Autos, Fensterscheiben), Rechte Menschen. Die Statistik ist eindeutig: Tote in Deutschland durch linksextremen Terror seit 1990: Etwa 6. Tote seitdem durch islamistischen Terror: Etwa 14. Tote durch rechtsextremen Terror: Etwa 196 (ohne Lübcke). Nazis ermorden also zehn Mal so viele Menschen wie Linksradikale und Islamisten zusammen! Im Schnitt erfolgt seit 1990 jeden Monat ein Mord durch Nazi-Killer – wenn man ihnen Sommer- und Winterferien zugesteht.
Rechte Gewalt ist im gegenläufigen Trend zur Kriminalität ein immer größeres Problem. Genau wie rechtsextreme Netzwerke in Polizei, Bundeswehr und Verfassungsschutz. Wenn ein Friedrich Merz meint, dass Polizisten sich „allein gelassen“ fühlen, ist das ein wenig, als ob man sagt, Hitler habe die Juden nur vernichtet, weil er sich von der Kunst-Akademie in Wien „allein gelassen“ fühlte ...
Neo-Nazis und alle, die ihnen zuspielen, sind Söldner des Wahnsinns. Sie leben in Realitätsverweigerung und sind Statisten eines nicht real existierenden Universums. Es wird Zeit, aufzuwachen.
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