Bei Dieben beliebt

Willkommen im Prenzklauer Berg

Lieblings-Bezirk der Einbrecher: Täglich werden viele Autos und Keller aufgebrochen ...

Prenzlauer Berg
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Ein Dieb macht sich an einem Auto zu schaffen: Er braucht nur drei bis acht Minuten, um ein Navi auszubauen.

Ein Dieb macht sich an einem Auto zu schaffen: Er braucht nur drei bis acht Minuten, um ein Navi auszubauen.

© von Lieres - Fotolia Lizenz

Allein von Januar bis März wurde in Prenzlauer Berg 287 Mal in Autos eingebrochen oder etwas vom Auto abgeschraubt – mehr als drei pro Nacht!

Auch in den Jahren zuvor langten die Diebe fleißig zu. 2012 hatte die Polizei 661 Autoeinbrüche registriert, 2013 waren es schon 899 und im Vorjahr 1.075 Einbrüche – Tendenz weiter steigend.

Polizeihauptkommissar Jens Berger (49): „Für die Täter ist alles interessant, was hochwertig und modern ist – vom Navigationsgerät, Radio bis hin zum guten Reifen.“

Diese Erfahrung musste auch ein Mieter aus der Fröbelstraße machen: Er glaubte seinen Audi A6 sicher in der Tiefgarage. Doch morgens der Schock: Der Wagen war noch da – aufgebockt. Alle Reifen waren in der nacht abmontiert worden.

Die Vermutung der Polizei: Weil in Osteuropa die Nachfrage nach Navigationsgeräten, Reifen und Co. größer denn je ist, haben sich jetzt gezielt Banden auf Autobrüche konzentriert.

Was Prenzlauer Berg für die Diebe so attraktiv macht? Hier wohnen viele „gut betuchte“ Mieter, die oft teure Autos fahren.

Hauptkommissar Berger: „Wir verteilen schon länger Aufklärungs-Flyer.“ Jetzt sollen auch verstärkte Polizei-Streifen abschrecken.

Im 1. Quartal des Jahres gingen den Beamten neun mutmaßliche Autoknacker in Netz. Die meisten wurden auf frischer Tat ertappt – aufmerksame Anwohner hatten die Polizei gerufen.

Keller-Diebe fasst die Polizei dagegen kaum. Grund: Im Untergrund sind aufmerksame Anwohner eher selten. Die erschreckenden Keller-Einbruch-Zahlen im Kiez: Im letzten Jahr wurden 1.110 Kellereinbrüche im Kiez registriert. Allein im Oktober hatten die Diebe 110 Mal zugeschlagen, im November 203 mal, im Dezember 225 Mal und weitere 222 Einbrüche kamen im Januar 2015 dazu.

Berger: „Wir sind über jeden sachdienlichen Hinweis dankbar. Wer eine auffällige Person bemerkt, sollte sich nicht scheuen, die Polizei rufen.“

Bergers Anti-Einbruch-Tipps: Lagern Sie im Keller nichts Wertvolles. Er sollte sicher verschlossen und nicht einsehbar sein.

Für das Auto gilt: Jacken oder Taschen nie im Auto lassen, auch wenn sie leer sind – Diebe hoffen immer auf fette Beute.

Nehmen Sie mobile Navis mit, auch das Kabel. Es verrät: Hier könnte was zu holen sein. Geräte, die sich sperren lassen und ein Ortungssystem haben, sollten codiert sein – sie sind so Opfern besser zuzuordnen.

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