„Menschen aus westlichen Regionen haben Probleme, uns Asiaten voneinander zu unterschieden“, erklärt Shin Tae-yong seinen Ablenkungsplan, „also haben wir in verschiedenen Testspielen vor der WM einfach die Nummern der Spieler vertauscht.“
Die favorisierten Schweden sollen auf ganzer Linie überrumpelt werden, nicht wissen, welcher starker Schussfuß zu blocken ist oder was die Schwäche der südkoreanischen Verteidiger ist. Dass nur fünf Nationalspieler von Shin Tae-yong außerhalb des asiatischen Raums unter Vertrag und damit unter Beobachtung der westlichen Fußballwelt stehen, ist zwar kein Qualitätsmerkmal, kommt dem Versteckspiel aber zugute.
Chance für deutsche Scouts
Um den geheimen Nummernplan nicht zu verraten, liefen die für Tottenham Hotspur und Swansea City in England spielenden und daher westlichen Augen nicht ganz so fremden Heung-min Son (Nr. 7) und Ki Sung-yong (Nr. 16) in den Tests mit ihren richtigen Nummern auf.
Am Montag ist jedoch Schluss mit dem Verwirrspiel. Während des Turniers in Russland sind die Rückennummern fix vergeben, die deutschen Scouts sollten bei der südkoreanischen Offenbarung am Montag daher genau hinsehen. Deutschlands Abschlussgegner in der Gruppe (27. Juni, 16 Uhr) wird gegen Schweden nämlich nicht nur die Identität seiner Spieler enthüllen, sondern auch sein Leistungsvermögen.
Wer erkennt Kim Young-gwon? Südkoreas Fußballer üben sich in der Rudelbildung.
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Denn Außenseiter Südkorea (Weltranglisten-61.) steht aufgrund der folgenden Partien gegen Deutschland und Mexiko direkt unter Zugzwang. „Für Schweden und für uns steht viel auf dem Spiel, beide Mannschaften müssen gewinnen. Dementsprechend haben wir uns vorbereitet“, sagt Shin Tae-yong.
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