Bei Caroline Schmidt kommen die Attacken oft mitten in der Nacht

"Man kriecht auf allen Vieren durch die Wohnung"

BK
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Die erste Attacke bekam ich mit 42 Jahren auf dem Weg zur Arbeit. Ich bin Team-Assistentin bei BMW in München. Kollegen brachten mich zum Werksarzt. Dort vermutete man ein Vorhofflimmern oder Ähnliches. Wissen Sie, mein Vater hatte schon mit 45 Jahren einen Schlaganfall. Da reagiert man sensibel in solchen Fällen.Ich wurde ins Krankenhaus gebracht, wo ich dann stundenlang in der Notaufnahme lag. Die Ärzte wussten nach dem EKG, welches völlig in Ordnung war, zunächst gar nicht, was sie mit mir machen sollten. Bis ein junger Assistenzarzt sagte: Ich glaube ich weiß, was Sie haben.Der Schwindel wird bei mir begleitet von heftiger Übelkeit. Ausgelöst wird er meist, wenn ich mich nachts im Bett drehe oder wenn ich mich morgens zum Aufstehen aufrichte. Manchmal auch bei Über-Kopf-Bewegungen wie beim Zubinden der Schuhe oder beim Öffnen einer unteren Schublade. Und dann kriecht man da auf allen Vieren durch die Wohnung. Anfangs traute ich mich nicht mehr, mich zu bewegen. Inzwischen weiß ich, dass ich nur durch heftige Lagerungsübungen den Schwindel loswerde.Zum Glück wohne ich ganz in der Nähe des Klinikums Großhadern. Professor Strupp macht mit mir die entsprechenden Manöverübungen. Je nachdem welcher Bogengang betroffen ist. Zu Hause hilft mir mein Mann. Bei mir dauern die Attacken fast immer etwa 14 Tage. Das ist außergewöhnlich lang, sagt auch Professor Strupp. Inzwischen mache ich Yoga, um insgesamt zur Ruhe zu kommen. Meinen letzten Anfall hatte ich am Neujahrstag. Von Aufregung oder Stress keine Spur, ich hatte ja über die Weihnachtsfeiertage Urlaub und war relativ entspannt.In Büro habe ich einen Kollegen eingeweiht. Er ist Ersthelfer und weiß, dass er mir bei einer Attacke die Schlüssel für das Krankenzimmer geben muss. Dort kann ich dann die Lagerungsübungen durchführen. Es gibt ja keine Medikamente gegen meinen Schwindel. Ich kann nur etwas gegen die Übelkeit nehmen.

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