Bereits am Montag hatte es bei Mitgliedern einer anderen arabischen Großfamilie Durchsuchungen gegeben. Dabei ging es um Drogenhandel. Am Mittwoch schlugen die Ermittler erneut zu: Gegen 6 Uhr war das mehrgeschossige Wohnhaus von Polizisten umstellt. Als Mohamed Ali Ch. kurz darauf die Wohnungstür öffnete, staunte er nicht schlecht. Die Razzia kam für ihn völlig unerwartet. Er wehrte sich nicht gegen seine Festnahme.
Die Razzia dauerte knapp drei Stunden.
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Die Polizisten durchsuchten die Wohnung. Neben Messern stellten sie auch eine Schreckschusspistole und eine gestohlene Bohrmaschine sicher. Blüten fanden sie nicht. Dem Heranwachsenden wird vorgeworfen, zwei iPhones mit gefälschtem Geld bezahlt zu haben. Hinweise darauf, dass er selbst als Fälscher tätig ist, fanden die Beamten bei der Durchsuchung nicht. Gegen 8.45 Uhr war alles vorbei. Mohamed Ali Ch. konnte in seiner Wohnung bleiben. Die Ermittlungen laufen weiter.
Nach wie vor ist das Geschäft mit falschem Geld in Mode. Im ersten Halbjahr 2018 zog die Bundesbank in Deutschland rund 31.100 Blüten aus dem Verkehr. Das entspricht einem Rückgang von 6,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch beträgt der durch Euro-Blüten entstandene Schaden in Berlin knapp eine Million Euro.
Insgesamt waren 40 Beamte an der Razzia beteiligt.
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Seit längerem stehen die 20- und 50 Euro-Blüten auf der Beliebtheitsskala der Fälscher ganz oben. Sie werden in den Geschäften oft nicht näher begutachtet. Manche Fälscher fertigen die Scheine auf einem Farbkopierer an, etwa in Werkstätten in Bulgarien. 90 Prozent der Blüten werden aber in Italien produziert, in der Region Neapel. Die sogenannte Napoli-Group gilt bei Ermittlern als die produktivste Fälscherbande. Ihre Verstecke sind unbekannt. Die Kooperation mit der italienischen Polizei klappt nur schlecht.
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