Herzschlagdetektoren an Einfahrten, höhere Zäune, neue Schließanlagen, abschließbare Werkzeugschränke in Werkstätten sowie Schulungen und unangekündigte Tests für die Wärter sollen dafür sorgen, dass die Insassen der Gefängnisse auch drinnen bleiben.
Die Verantwortlichen der Ausbruchsserie
Die Gefangenen dürfen außerdem künftig in ihren Zellen nur noch so viele persönliche Dinge aufbewahren, wie in zwei 50-Liter-Kisten passen. Weil manche Zellen derzeit mit Lebensmitteln und anderen Dingen vollgestellt sind, sind Durchsuchungen und Kontrollen schwierig. Daher seien auch die Einsätze der Drogenspürhunde der Polizei von 14 bzw. 15 in den vergangenen beiden Jahren auf 44 im laufenden Jahr verdreifacht worden, sagt die zuständige Abteilungsleiterin in der Senatsjustizverwaltung, Susanne Gerlach. Der Senator betont: „Die zentrale Aufgabe ist, die Mitarbeiter immer hochsensibel zu halten. Dass sie eben nicht den Dienst antreten mit der inneren Einstellung: Es ist jetzt fünf Jahre gut gegangen, es wird auch heute gut gehen.“
Das Bewusstsein, es könnte heute etwas passieren, müsse immer da sein. Nach der Ausbruchsserie im vergangenen Jahr war Behrendt stark unter Druck geraten. „Die Aufgabe, die Gefangenen sicher zu verwahren, haben wir an der Stelle nicht erfüllt, da müssen wir besser werden“, räumte er damals ein und ordnete eine externe Untersuchung auf Sicherheitslücken an. Die Fachleute entdeckten erhebliche Mängel. In Plötzensee war besonders die Kfz-Werkstatt des Gefängnisses eine Schwachstelle, in Tegel machten die Sachverständigen fahrlässiges Verhalten der Angestellten für die Flucht verantwortlich.
31 Millionen Euro sollen jetzt zusätzlich ausgegeben werden.
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