Beethovens Einkaufszettel unterm Hammer

BK
Lesezeit 2 Min

Köln Ein abgegriffener Notizzettel, etwas kleiner als ein Din A4-Bogen - darauf eine nur mit viel Geduld entzifferbare Handschrift. Doch genau diese 200 Jahre alte Sauklaue vom Komponisten Ludwig van Beethoven macht das Papier zur teuersten Einkaufsliste der Welt! Rund 60000 Euro sollen am 25. März Auktionsbesucher dafür bieten. So viel kostet auch ein neuer Porsche..."Das Stück Papier wurde in den 60er-Jahren in einem Antiquariat entdeckt und wird jetzt von einem Privatmann verkauft", sagt Joachim Haber Sprecher von dem Köllner Auktionshaus "Venator & Hanstein".Was so besonderes auf der Notiz steht? Ein Feuerzeug, eine Mausefalle, ein Barbiermesser, Seife, ein Metronom (Taktgeber) und eine "Büchermaschin" (vermutlich ein Setzkasten, um seinem Neffen das Lesen beizubringen), so sind die Hieroglyphen des Genies (1770-1827, "Ode an die Freude") zu entschlüsseln.Die Handschrift des Musikers, war schon zu Beethovens Lebzeiten für viele Zeitgenossen kaum leserlich. Viele der heute sehr kostbaren Dokumente sind übersät mit Korrekturen, Tintenklecksen und sogar einigen Kaffeeflecken. Genies sind eben auch nicht perfekt.Außer dem Einkaufszettel für die vornehmen Wiener Geschäfte kommt die handschriftliche erste Fassung der Vertonung des Goethe-Liedes "Neue Liebe, neues Leben" untern Hammer. Allerdings ist auch dies Krikel-Krakel kein Schnäppchen und eher ein Sammlerstück für Gutbetuchte: 90000 Euro sollen die Noten einspielen.------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema