BBI-Chef Schwarz ist fassunglos: "Dann wäre der Flughafen nicht mehr wirtschaftlich"

BBI-Lärmdebatte: CDU will alle Nachtflüge verbieten

Gerhard Lehrke
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Berlin - Die Schlacht um die BBI-Flugrouten könnte ein friedliches Ende finden - da eröffnet die Berliner CDU eine neue Front. Die Partei, die sich immer für den stadtnahen Flughafen ausgesprochen hatte, fordert auf einmal ein erweitertes Nachtflugverbot und macht sich an die Bürgerinitiativen ran.Bei einer Anhörung im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses herrschte zwar nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Dennoch: Flughafen-Chef Rainer Schwarz, Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) und Marela Bone-Winkel von der Bürgerinitiative "Keine Flugrouten über Berlin" waren nicht wirklich uneinig, dass es zu einer Lösung kommen kann.Sie deutete sich bei der letzten Sitzung der Fluglärmkommission an (der KURIER berichtete), würde bei der vorherrschenden Startrichtung West Südberlin, Teltow und Umgebung und Blankenfelde weniger belasten als bei den Quatsch-Plänen vom September 2010.Was dann kam, ließ Schwarz aber nahezu fassungslos zurück: Die CDU vertrat den in der Fraktion einstimmig beschlossenen Antrag, dass das Nachtflugverbot für den BBI nicht von 0 bis 5, sondern von 22 bis 6 Uhr gelten soll. Fraktionsvize Michael Braun lobte die Bürgerinitiativen und wünschte sich noch mehr Druck. "Je mehr, desto besser." Da langte es sogar dem FDP-Mann Klaus-Peter Lüdeke: "Da macht sich die CDU einen schlanken Fuß", verabschiede sich aus ihrer Verantwortung. Das wäre so, als ob man einen Hauptbahnhof baue und dann nur S-Bahnen fahren ließe. Schwarz: "Dann ist der BBI nicht mehr wirtschaftlich."------------------------------BU: Lichtenrader Demo fürs Nachtflugverbot. In Tegel darf bis 23 uneingeschränkt geflogen werden, in Schönefeld rund um die Uhr.

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