Im Mauerpark-Kiez kursieren wilde Gerüchte: Groth wolle die bestehende Grünfläche bebauen – und Kult-Events wie dem Park-Karaoke den Todesstoß versetzen. Groth, der von Bausenator Andreas Geisel (SPD) für seine soziale Ader gelobt wird, möchte die Irrtümer ausräumen. Er ließ 60 000 Flyer mit Plänen verteilen, Dienstag stellt er sich einem Bürger-Abend. Der KURIER hat schon gehört, was er sagen wird.
Eine Bebauung gibt es nur ganz im Norden des Parks, wo heute Industrie-Brachen sind. Geplant sind: 120 geförderte Wohnungen mit Mieten ab 6,50 Euro/m2, 122 frei finanzierte Mietwohnungen, 219 Studentenapartments, 43 seniorengerechte Wohnungen, eine Kita mit 80 Plätzen und 194 Eigentumswohnungen zu zivilen Preisen. Damit übertrifft Groth fast alle Polit-Vorgaben: Es gibt doppelt so viele Kitaplätze wie gefordert. Als kleines Extra ist ein Aufzug geplant, der Passanten vom Gleimtunnel bis hoch in den Mauerpark bringt.
Bewährte Einrichtungen wie Kletterfelsen und Moritzhof sollen so wenig rausfliegen wie weiter südlich der Mauersegler. Der eigentliche Park dazwischen wird erweitert – um 7 Hektar Grünfläche. Investitions-Summe: 120 Mio. Euro, möglicher Baustart: im Herbst. MOW
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