Ein kurzes, bedrohliches Knacken. Als Flecks Freundin das Geräusch am Sonnabend hört, rennt sie nur noch aus dem Zimmer. Sie weiß, dass Unheil von oben auf sie kracht. Denn schon einmal knallte die komplette Decke runter. Wie jetzt. „Es klang wie eine Bombe. Unfassbarer Krach“, so Nachbar Ronny Büto (46). Die Polizei erklärte die Wohnung für „unbewohnbar“. Auch den anderen Mietern wurde ein Auszug ans Herz gelegt.
Moritz Fleck wohnt seit gut einem Jahr in dem schmucken Haus im Grünen. Vor acht Monaten der erste Schock, da krachte die Decke im Wohnzimmer herunter.
© sabine gudath Lizenz
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Der Vermieter restaurierte die Decke, Entschädigungen gab es jedoch nicht. Fleck: „Ich habe mir damals nicht so viel dabei gedacht. Ich wollte schnell wieder dort wohnen.“ Ein Ehepaar aus der Wohnung nebenan ist ebenfalls mit den Nerven am Ende: „Bei unseren Vormietern ist die Küchendecke runter gekommen! Bei jedem Geräusch zucken wir zusammen.“
Die einhellige Meinung im Hause: Der Vermieter scheint zu versuchen, die Situation auszusitzen. „Er fordert lediglich eine Schadensliste“, so Moritz Fleck an. Er und seine Freundin bangen um ihr Leben. Seit Sonnabend müssen sie im Hotel wohnen. „Wir stehen mit allem allein da.“ Jetzt hat es Fleck gereicht, er bestellte einen Gutachter. Und siehe da: „Dieser bestätigte, dass die Decken hohl sind. Es wurde ein falsches Verfahren angewendet.“
Die Vermieter halten sich bedeckt, wollten oder konnten nichts sagen. Moritz Fleck und seine Nachbarn müssen weiter in Angst leben – vor dem nächsten Knacken. NAS
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