Deutsche Wohnen

Wasser-Schikane im Mietshaus

Seit neun Wochen sind die Rohre gebrochen - die Mieter fühlen sich allein gelassen.

Christian Gehrke
Lesezeit 2 Min
Susanne Kibelka lebt derzeit ziemlich spartanisch.  

Susanne Kibelka lebt derzeit ziemlich spartanisch.  

© Gerd Engelsmann

Die Deutsche Wohnen stellt zuerst Heizlüfter zur Verfügung - doch dann kommt es zum zweiten und dritten Rohrbruch

Nachbarin Margit Grunert (66) schimpft: „Das ist wie zu Großmutters Zeiten.“ Bei ihr im Erdgeschoss ging vor einer Woche das letzte Rohr kaputt. Nur ein Hahn geht seitdem, mehr nicht. Die Bewohner haben fünf Schäden protokolliert, regen sich auf.

https://www.berliner-kurier.de/nachrichten-per-e-mail-stellen-sie-sich-ihren-kurier-newsletter-selbst-zusammen-32847312" target="_blank" style="background-image:url('/blueprint/servlet/image/berliner-kurier/image/32936194/max/1920/1080/4317b2d934674dde15ccf2893272c666/Uu/newsletter-infobox-bk-mobil.jpg');background-size:contain;height:300px;display:block;width:100%;background-repeat:no-repeat;">

Doch der Reihe nach: Ende Mai bricht das erste Rohr in der Wohnung von Susanne Kibelka. Sie hat Wasser in den Zimmern, viel Hab und Gut geht entzwei. Das Wasser fließt durch das ganze Haus. Die Deutsche Wohnen reagiert, stellt Heizlüfter versucht den Boden zu renovieren. Dabei kam es laut der Mieter Ende Juni zum zweiten und dritten Rohrbruch. Zwei Wohnungen werden geflutet. Auch die von Nachbarin Mandy Bendack (41). Die Angestellte stand im Wasser.

Mieter werfen der Deutschen Wohnen vor, nur auf Druck zu reagieren

Sie musste ausziehen und lebt jetzt in einer Ferienwohnung. „Für die zahle ich 800 Euro, zusammen mit der Wohnungsmiete sind es 1300 Euro. Das kann ich nicht bezahlen“, so Mandy Bendack. Sie verhandelt mit der Deutschen Wohnen wegen der Erstattung. Im Juli fällt dann bei Susanne Kibelka das Wasser in der Küche aus. Es ist Schaden Nummer vier, der erst nach massiven Beschwerden repariert wird. Die Vorwürfe der Mieter: Die Deutsche Wohnen reagiere nur auf Druck. Verantwortliche sind nicht zu erreichen. Dass die Rohre defekt sind, werde nicht eingestanden.

Ein kaputter Anschluss in der Köpenicker Landstraße 183.  

Ein kaputter Anschluss in der Köpenicker Landstraße 183.  

© Gerd Engelsmann

Die Deutsche Wohnen teilt mit: „Die Abarbeitung der Schäden erfolgt kontinuierlich. Ein grundsätzliches Problem mit den Strängen des Hauses, das den Rohrbruch ausgelöst haben könnte, können wir nicht bestätigen.“ Eine Nachprüfung der Rohre soll es aber geben.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema