Baufirma will nicht zahlen

Pfuschdreieck Havelland

Rund 60 Millionen Euro hat’s gekostet, offiziell fertig ist es seit November 2014. Jetzt legen sich wieder Schatten über ein Verkehrsbauprojekt in Brandenburg.

Holger Schacht
Lesezeit 2 Min
Bis zu 65.000 Autos fahren täglich übers Autobahndreieck Havelland. Dort gibt es jährlich 100 Unfälle.

Bis zu 65.000 Autos fahren täglich übers Autobahndreieck Havelland. Dort gibt es jährlich 100 Unfälle.

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Macht Brandenburgs Landesregierung auch nicht, wie aus der Antwort von Infrastrukturministerin Kathrin Scheider (SPD) auf eine Anfrage hervorgeht. Danach gebe es Löcher, Unebenheiten und andere Mängel an der Fahrbahn. Der Schaden belaufe sich auf 1,9 Millionen Euro.

Verantwortlich für den Bau ist ein Firmenkonsortium aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen (mit Sitz in Bautzen). Doch das will nicht alle Mängel anerkennen, beseitigen oder bezahlen. Inzwischen droht ein Rechtsstreit. Teilweise hatte die Baufirma schon vor der Eröffnung Unebenheiten beseitigt. Deshalb sieht die Betonfahrbahn an manchen Stellen unterschiedlich aus.

In anderen Teilen, insbesondere von der A24 kommend in Richtung Barnim, sind die Mängel so gravierend, dass der Landesbetrieb Straßenwesen die Abnahme verweigerte. 4,4 Millionen Euro (inklusive Vertragsstrafe) sind einbehalten worden. Eine Schlussrechnung gibt es bisher nicht. Wann mit der Reparatur begonnen werden kann, ist unklar. Bis zur Klärung des Ärgers bleibt das Autobahndreieck freigegeben. Das Land geht davon aus, dass Autofahrer nicht gefährdet sind.

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