Es handelt sich dabei um ein Riesenplakat, das seit drei Wochen in Wannsee am Straßenrand steht. Direkt an der Königstraße Richtung Glienicker Brücke. Darauf hat de Vries sich selbst abbilden lassen – und den Aufruf, ihm eine Mail zu schreiben.
„Ein paar Zuschriften hab’ ich schon“, sagt der Biobauer beim KURIER-Besuch und lacht. Ob die Richtige schon dabei war?
„Das kann man erst sehen, wenn man sich anguckt“, so Peter. Die Sympathie müsse stimmen. Dann wäre es egal, ob die Angebetete aus dem selbst erstellten Wunsch-Schema (35 bis 45, eher schlank) doch etwas rausfällt. Ein starker – und vor allem humorvoller – Charakter ist aber sicher Grundvoraussetzung, wenn man bzw. frau es mit Peter auf Dauer aushalten mag.
Denn zwischen ihm und seinen zwei (männlichen) Angestellten geht’s verbal auch mal ganz zünftig zu. Dafür braucht die künftige Bauersfrau keine starken Arme. „Nein, arbeiten muss sie nicht. Sie muss nur akzeptieren, dass ich jeden Tag arbeite“, so de Vries. Das sei aber nicht schlimm, weil um 9 Uhr (morgens) sei er mit den Tieren schon fertig. Die werden alle bio gehalten – dann aber auch irgendwann geschlachtet.
Damit muss die Künftige umgehen können. Und mit einem dörflichen Leben. So dörflich, dass Peter sein Plakat vorsorglich nach Berlin gekarrt hat. Sonst sieht’s keine – und die Nachbarn reden. Das tun sie aber vermutlich ohnehin. Denn der Landwirt mit der großen Sehnsucht hatte sich auch schon beim RTL-Format „Bauer sucht Frau“ beworben.
Dort ist er aber im Casting gescheitert, seine Ex-Freundin lebte nämlich noch auf dem Hof, fand die Suche nach ihrer Nachfolge vermutlich weniger toll. Was Peter de Vries noch wichtig ist? „Kinder will ich keine mehr.“ Die habe er schon. Wie viele und mit wie vielen Frauen, mag der Bauer nicht verraten. ein Kind von Traurigkeit war er aber bislang sichtlich keines.
„Jetzt suche ich aber nicht eine, sondern DIE Frau fürs Leben“, gibt sich de Vries geläutert. Wer Bauer Peter Marcus de Vries kennenlernen will: marcus-sucht-frau@web.de
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