Viele Experten sind überzeugt, dass nur eine Frau den lecken TV-Show-Dampfer „Wetten, dass..?“ flottmachen kann – Barbara Schöneberger (39). Schlagfertig, witzig und uneitel ist sie. Und sexy. So moderiert sie die NDR Talk Show; so moderiert sie auch am 3. Februar, ab 20.15 Uhr auf RTL „Die 2“ mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch sowie am 13. März das Halbfinale und am 10. Mai das Finale des Eurovision Song Contest. Und so ist sie auch bei ihrer One-Woman-Tournee, die sie am 12. Mai nach Berlin ins Tempodrom führt. KURIER-Autor Horst Stellmacher traf die Show-Queen zum Interview.
Auch als Sängerin hat sie sich einen Namen gemacht. Im Oktober 2013 erschien ihr drittes Album.
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Sängerin und Moderatorin Barbara Schöneberger singt während des 38. Ball des Sports in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden (2008)
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Barbara Schöneberger bei der 65. Bambi-Verleihung im Stage-Theater am Potsdamer Platz in Berlin.
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Barbara Schöneberger moderiert die Aufzeichnung der TV-Show "SWR3 New Pop Festival - das Special" im Festspielhaus Baden-Baden
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Ist sich für nichts zu schade. Barbara Schöneberger blödelt beim New Pop Festival, das sie im vorigen Jahr in Baden-Baden moderierte.
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KURIER: Am 3. Februar moderieren Sie wieder „Die 2“. Haben Sie lange überlegt, ehe Sie zustimmten, mit den beiden alten Kämpen in einer Show anzutreten?
Barbara Schöneberger: Ich bin immer skeptisch gegenüber neuen Projekten und denke mir: „Warum willst du dich wieder der Kritik aussetzen? Läuft doch auch so super!“ Aber ich muss ab und zu mal die Komfortzone verlassen. Ich habe es hier gemacht, es hat super geklappt. Es ist ein Traum, mit beiden vor der Kamera zu stehen.
Bei „Wetten, dass..?“ fällt immer wieder Ihr Name. Haben Sie wirklich keine Lust drauf?
Ich verstehe nicht, warum ich immer in die „Wetten, dass..?“-Geschichte reingequatscht werde. Ich habe mit Jauch und Gottschalk sehr viele Zuschauer, warum soll ich unbedingt „Wetten, dass..?“ machen? „Wetten, dass..?“ hätte mit Thommys Abgang ein legitimes Ende gehabt. Jetzt soll man Markus Lanz in Ruhe lassen, damit er sich da finden kann. Und wenn es wirklich nicht klappt, sollte die Sendung eingestampft werden.
Was glauben Sie, warum Sie so gefragt sind. Viele Damen, die Anfang des Jahrtausends mit Ihnen anfingen, sind längst wieder verschwunden.
Weil Fernsehen für mich immer ein Nebenkriegsschauplatz war. Mein Hauptberuf ist es, große Veranstaltungen zu moderieren, bei denen ich die Möglichkeit habe, fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit, aber mit Druck zu üben. Sachen wie „Die 2“ klappen, weil ich gelernt habe, mit gestandenen Leuten auf der Bühne zu arbeiten. Das lernst du nicht, wenn du dreimal das „Popstars“-Finale mit Oli Pocher moderierst. Und als dann die NDR-Talkshow kam, wurde die richtige Richtung eingeschlagen. Das war mein großes, großes Glück.
Wenn Sie auftreten, sieht vieles ungeplant aus. Wie viel davon ist wirklich spontan?
Manchmal nur 20 Prozent. Viele sagen mir: „Toll, wenn du da rausgehst und dir so etwas einfällt!“ Doch stimmt so nicht. Kein Veranstalter würde zulassen, dass man in den Proben sagt: „Ich mache zwei lustige Minuten. Was ich dann mache, weiß ich noch nicht. Das fällt mir sicher spontan ein.“ Natürlich musst du vorher einschätzen, was ankommt, was funktionieren könnte. Und das musst du auf der Bühne aussehen lassen, als sei es dir in genau diesem Moment zugeflogen.
Hatten Sie jemals einen Karriereplan?
Nein, nie. Erleichternd war, dass ich nie eine Vision hatte. Ich bin da reingestolpert. Ich habe noch vor zehn Jahren nicht geglaubt, dass das mein endgültiger Beruf ist. Ich war privat immer vorsichtig, habe damals nie große Anschaffungen gemacht, sondern immer gedacht: „Jetzt noch keinen Audi TT, ich warte lieber mal. Man weiß nie, was kommt.“ Ich hatte das Glück, dass Alexander Elbertzhagen, mein Manager, für mich die Visionen hatte. Er hat es ausgedacht, ich habe es gemacht.
Auch als Sängerin hat sie sich einen Namen gemacht. Im Oktober 2013 erschien ihr drittes Album.
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Sängerin und Moderatorin Barbara Schöneberger singt während des 38. Ball des Sports in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden (2008)
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Barbara Schöneberger bei der 65. Bambi-Verleihung im Stage-Theater am Potsdamer Platz in Berlin.
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Barbara Schöneberger moderiert die Aufzeichnung der TV-Show "SWR3 New Pop Festival - das Special" im Festspielhaus Baden-Baden
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Ist sich für nichts zu schade. Barbara Schöneberger blödelt beim New Pop Festival, das sie im vorigen Jahr in Baden-Baden moderierte.
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Sie werden am 5. März 40. Angst vor der neuen Zahl?
Wenn ich jetzt keine Kinder hätte – und ich hätte gern welche und den richtigen Mann noch nicht gefunden – wäre ich wahrscheinlich ein bisschen frustriert an meinem 40. Geburtstag. Zwar wird es mit dem Aussehen nicht besser, aber der Prozess läuft schon eine Weile. Ich höre da gern auf meine Mutter, die sagte: „Zwischen 40 und 50 war es am schönsten.“ Das glaube ich auch. Und wenn es die nächsten zehn Jahre noch besser wird, zerreißt es mich wahrscheinlich vor Glück.
Glücklich verheiratet, zwei Kinder: Wie hat Ihr Familienleben Ihre Arbeit verändert?
Da hat sich nicht viel geändert. Ich war auch vorher nie eine Ausschläferin oder eine Im-Hotel-Bleiberin, eine In-die-Sauna-Geherin oder Spät-zurück-Fliegerin. Ich war nie jemand, der gern auf Partys ging, sitze selten lange an der Bar, trinke kaum Alkohol. Ich bin am glücklichsten, wenn ich zu Hause in meinem Nest bin und gehe gern um halb elf ins Bett. Das sind gute Voraussetzungen, um gut gerüstet für Kinder zu sein.
Keine Probleme als Star im normalen Alltag?
Für den Job mache ich alles, was erwartet und verlangt wird. Aber für mein Privatleben verhalte ich mich so, als wäre ich nur privat. Da lebe ich in Jogginghose, ungekämmt, ungeschminkt. Ich habe dann nur wenig mit Promis zu tun. Wenn ich freitags zur NDR-Talkshow muss, lese ich im Zug meine Dossiers, freue mich wahnsinnig, dass wieder tolle Leute kommen, mit denen wir danach noch kurz zusammen sitzen. Und dann fahre ich mit dem letzten Zug nach Hause, und nach einer Stunde habe ich total vergessen, wer in der Sendung war.
Wie groß müssen wir uns Ihren Kleiderschrank vorstellen?
Ich habe genau so viele Schuhe und Klamotten, wie man sie haben muss, wenn man im Fernsehen arbeitet und vier Tage in der Woche immer was anderes anhaben muss. Aber mein diesbezügliches Management ist recht lax. Ich ziehe auch schon mal einiges 15-mal hintereinander an, denn ich kann mir nicht für jedes Event eine neue Klamotte besorgen. Und wenn jemand zu mir zum Essen kommt und ich soll was Passendes zum Anziehen finden, habe ich Probleme. Ich habe fast nur Paillettenkleider oder Jogginghosen, aber nichts dazwischen. Ich ginge am liebsten in der Schlafanzughose zum Kindergarten.
Auf Tournee: Was ist da für Sie anders?
Nicht viel, denn ob ich auf der Bühne singe oder rede, das ist fast das Gleiche. Das Aufregende ist, dass die Leute nur meinetwegen kommen. Im Fernsehen können sie umschalten, wenn ich ihnen nicht gefalle, aber bei den Konzerten haben sie für mich Geld bezahlt. Dafür erwarten sie was.
Sie zeigen sich in Ihren Texten leicht frivol, etwas männermordend.
Stimmt, ein bisschen Busen ist immer dabei. Es ist nun mal kein Schubert-Lieder-Abend. Und das Leben einer schwäbischen Hausfrau zu vertonen, wäre auch nicht der Kracher. Es ist viel aus meinem eigenen Leben dabei – und mein Leben besteht zum Teil aus „Busen raus!“
© Volkmar Otto Lizenz
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