Vor sieben Monaten klickten die Handschellen. Nun sitzt er im Gerichtssaal hinter Panzerglas. Neben ihm sein Bruder Kai M. (32), dessen Freundin Nadine J. (30), Stefan G. (28), Roland L. (40) und Matthias G. (40).
Acht Jahre Knast lagen hinter Swen M., als die Serie Mitte 2011 begann. Er gestand: „Wir waren alle ein bisschen in Geldnot.“ Der erste Überfall bei McDonald’s. Swen M.: „Wir kamen kurz vor Ladenschluss.“ Dann raubten sie bei Burger King. Swen M.: „Danach stiegen wir auf Supermärkte um, da kommt mehr bei rum – habe ich früher schon gemacht.“
Sie trugen falsche Bärte oder Masken, hatten täuschend echte Knarren. Swen M.: „Ich bin oft als letzter Kunde rein.“ Die Serie begann in Rosenthal. Drei Angestellte durchlebten Angst und Schrecken. Swen M.: „Bei den Überfällen musste oft eine Kollegin die andere fesseln.“
Weil er als Sicherheitsmann für eine Supermarktkette tätig war, kannte Swen M. den Aufbau der Tresore, flexte sie als Räuber auf. Swen M.: „2013 wollte ich aufhören, die Firma lief, aber Kai war klamm.“
Sie raubten in unterschiedlicher Besetzung, zuletzt familiär: Nadine J., hochschwanger, stand Schmiere. Kai M. soll zwei Opfer geschlagen haben. Fortsetzung: Donnerstag. KE.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com