Bandagen bringen Stabilität

Bei vorgeschädigten Gelenken

BK
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Von vielen belächelt, dabei ungeheuer effektiv: Bandagen bringen neue Stabilität in vorgeschädigte Kniegelenke. Wie sie helfen:Druck: Nach Verletzungen bewirkt der sanfte Druck auf das Gewebe den Abbau von Wasseransammlungen und "blauen Flecken".Wärme: Bandagen halten Muskeln warm, so dass sie sich besser dehnen können. Das erhöht die Beweglichkeit.Bewegungskontrolle: In den Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenkkapseln sitzen winzige Sensoren, die sogenannten Propriorezeptoren. Sie liefern dem Gehirn Informationen darüber, wie das Gelenk gerade belastet wird. Das Gehirn verarbeitet diese Informationen und sendet Nervenreize zurück an die Muskulatur, die sich darauf hin in einer für die jeweilige Bewegung optimalen Weise anspannt. Diese Kommunikation zwischen Knie und Gehirn verläuft in Bruchteilen von Sekunden und verhindert, dass das Gelenk über seinen natürlichen Bewegungsspielraum hinaus belastet wird. Durch den permanenten Druck der Bandage werden die Propriorezeptoren auf besondere Weise aktiviert, was die Motorik positiv beeinflusst und vor Verletzungen schützt.Psychologischer Effekt: Bandagen geben dem Träger ein Gefühl von Sicherheit und verhindern, dass er seinen Körper in einer unbewussten Schonhaltung falsch belastet.Kauftipp: Einfache Bandagen gibt es in jeder Apotheke. Fragen Sie dort nach speziellen Sportbandagen. Sie sind atmungsaktiver und stützen intensiver als diejenigen für den Alltagsgebrauch. Effektiver, weil an das jeweilige Knieproblem angepasst, sind spezielle Bandagen, die der Orthopäde auf Kassenkosten verschreiben kann. Die korrekte Ausmessung des Knies im Sanitätsgeschäft stellt darüber hinaus sicher, dass die Bandage richtig sitzt, weder so fest, dass sie den Blutstrom abschnürt, noch so lo-cker, dass sie wirkungslos wird.Wann tragen: Sportärzte raten, die Bandage nicht dauerhaft zu tragen, sondern nur bei speziellen Belastungen, weil sonst die Muskulatur im betroffenen Bereich abgebaut wird.Pflege: Bandagen halten länger und lassen sich angenehmer tragen, wenn sie regelmäßig mit einem Feinwaschmittel gewaschen werden. Allerdings sind die meisten guten Stücke nach spätestens zwei Jahren häufigen Gebrauchs außer Form und bieten nicht mehr den vollen Stützeffekt. Dann sollten Sie Ihren Orthopäden um ein Rezept für eine neue Bandage bitten.Kinesio-Taping: Eine Sonderform der Bandage: Bunte elastische Klebebänder, die wie eine zweite Haut sitzen. Sie wurden erstmals 1970 in Japan verwandt und sind inzwischen auch bei uns sehr verbreitet. Sie werden mit einem Acrylkleber auf die Haut geklebt, sind atmungsaktiv und elastisch. Auch diese bunten Aufkleber aktivieren die Propriorezeptoren und erinnern den Körper sanft an die korrekte Funktion und Bewegungsrichtung der Gelenke. Außerdem sind sie eine Form der Dauermassage: Die Klebestreifen halten die Haut fest. Darunter aber sind Muskeln, Sehnen und Bindegewebe in ständiger Bewegung und massieren so von unten. Das löst oft ein leichtes Kribbeln auf der Haut aus, Zeichen dafür, dass die Durchblutung aktiviert und Entzündungsstoffe abtransportiert werden. Kinesio-Tapes können nicht selbst angebracht werden. Das muss ein Physiotherapeut tun. Im Durchschnitt kostet eine solche Sitzung 15 Euro.------------------------------

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