Köln - Aufregung um die "Schwulen-Combo": Angebliche Aussagen von Michael Ballacks Berater Michael Becker (KURIER berichtete) sorgten gestern für Aufregung im DFB-Quartier.Spiegel-Autor Alexander Osang schrieb über den Luxemburger Anwalt: "(...) in einer anderen Fußball-Zeit erzählt mir Michael Becker, der Manager von Michael Ballack, welche deutsche Spieler angeblich schwul seien." Auch das Wort "Schwulen-Combo" sei gefallen.Becker aber kann sich daran auf KURIER-Nachfrage nicht erinnern. "Da muss er etwas falsch verstanden haben." Allerdings schrieb Osang später, dass Beckers deftige Wortwahl auch ein Synonym sein könnte - für "alles was Becker nicht mehr verstand. Für etwas Leichtes, Unideologisches, Tänzerisches, Schönes, Freudvolles, in dem man sich verirren konnte, wenn man sich bislang an Hackordnungen und Hierarchien orientiert hatte."Und doch bleibt Osangs "vermeintliche homosexuelle Verschwörung um die Mannschaft von Joachim Löw" haften. Denn im Fußball ist Homosexualität ein Tabu-Thema. Beim DFB will man auf das Thema nicht weiter eingehen. "Das ist nicht unser Niveau", sagt Bundestrainer Jogi Löw. Noch wichtiger: Sie werden Ballack die Sätze seines Beraters nicht ankreiden.------------------------------
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com