Die Serie von Automaten-Sprengungen in Brandenburg reißt nicht ab. Diesmal haben die Täter auf dem Bahnhof Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) zugeschlagen. Eine massive Explosion und ein ohrenbetäubender Knall ließen in der Nacht die Bewohner von Ludwigsfelde aufschrecken. Um kurz vor 3 Uhr zerstörten zwei maskierte Täter einen Fahrkartenautomaten durch eine Sprengung. Einzelteile wie der Bildschirm des Gerätes flogen bis zu 50 Meter durch die Luft. Auch eine Infotafel aus Metall demoliert. Verletzt wurde niemand.
Ersten Berichten zufolge soll es einen Augenzeugen der Tat geben: ein Passant, der auch die Polizei rief. Er berichtet von zwei Tätern, die nach der Sprengung in einem schwarzen Golf in Richtung Zossen geflohen seien. Die Bundespolizei ist derzeit mit einem Grossaufgebot am Ort! Während der Spurensicherung wurde ein Gleis gesperrt. In der Nacht war noch unklar, ob die Täter Bargeld oder Fahrkarten erbeutet haben.
Zuletzt war in der Nacht zum 12. August ein Automat am Bahnhof Wusterwitz (Potsdam-Mittelmark) gesprengt worden. Die Beute dort: Bares. Wie viel wird nicht verraten, wohl um Nachahmer abzuschrecken. Das dürfte aber wenig Wirkung zeigen:
Deutschlandweit wurden von Januar bis Juni 261 Automaten aufgebrochen und 52 gesprengt, so die jüngsten Zahlen der Bundespolizei. Muss ein zerstörter Automat ersetzt werden, kostet das rund 30000 Euro. Schaden allein bei der Deutschen Bahn 2014: 6,7 Millionen Euro für 392 zerstörte Automaten.
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