Wieder wird es teurer ...!
Die Deutsche Bahn hebt die Preise im Fernverkehr an. Ab dem 15. Dezember steigen die sogenannten Flexpreise im Durchschnitt um 5,9 Prozent. Auch die Bahncard 100 wird teurer, ihr Preis erhöht sich durchschnittlich um 6,6 Prozent, teilte das Unternehmen mit.
Konkret bedeutet das beispielsweise, dass eine Bahnfahrt von München nach Berlin im Flexpreis von aktuell rund 150 Euro auf etwa 159 Euro ansteigen könnte. Auch der Preis der Bahncard 100, die aktuell bei 4339 Euro für die zweite Klasse liegt, wird nach der Erhöhung voraussichtlich auf etwa 4625 Euro klettern. Für die erste Klasse steigt der Preis der Bahncard 100 von derzeit 7356 Euro auf rund 7842 Euro.
Die Preise für die BahnCard 25 und 50 ändern sich nicht. Auch die Spar- und Supersparpreise bleiben den Angaben zufolge stabil. Von diesen bietet die Bahn pro Fahrt ein bestimmtes Kontingent an. Die Einstiegspreise sollen zum Fahrplanwechsel 17,99 Euro für die Superspar-Tickets sowie 21,99 Euro für die Spartickets betragen. Sind die Kontingente aufgebraucht, müssen Fahrgäste die teureren Flextickets buchen. Die Bahn verweist jedoch darauf, dass acht von zehn Kunden derzeit von den Spartickets profitieren.
Die Bahn begründet die Preiserhöhung mit „wirtschaftlichen Herausforderungen und der deutlich gestiegenen Kosten, insbesondere infolge der jüngsten Tarifabschlüsse“. Bei den neuen Preisen für die Bahncard 100 werde auch die Preiserhöhung des Deutschlandtickets um neun Euro berücksichtigt.
Gebucht werden können die Tickets für den neuen Fahrplan, der vom 15. Dezember an gilt, ab 16. Oktober. Bis zum 14. Dezember gelten nach Angaben der Bahn noch die alten Preise.
Preisentwicklungen der letzten zehn Jahre
Die aktuellen Preisanpassungen setzen eine langjährige Entwicklung fort. In den vergangenen zehn Jahren hat die Deutsche Bahn regelmäßig die Preise im Fernverkehr erhöht, wobei die Steigerungsraten im Schnitt zwischen 1 und 5 Prozent lagen. In den Jahren 2021 und 2022 blieben die Preiserhöhungen moderat, teils unterhalb der Inflationsrate, um die Folgen der Corona-Pandemie für die Fahrgäste abzufedern.
Fahrten im Fernverkehr werden teurer.
© Martin Schutt/dpa
Ein Blick zurück zeigt, dass die Flexpreise seit 2013 insgesamt um etwa 20 bis 25 Prozent gestiegen sind. Insbesondere bei den Bahncards gab es in diesem Zeitraum größere Sprünge. So wurde der Preis der Bahncard 100, der 2013 noch bei knapp 3.990 Euro für die zweite Klasse lag, seither stetig angehoben. Dennoch betont die Bahn, dass auch nach der aktuellen Preiserhöhung Rabatte und Sparpreise erhalten bleiben, die weiterhin günstige Reisemöglichkeiten bieten sollen. ■
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