Bärlinde

Die 100-Mio-Panne

RBB zeigt Doku zum U5-Bau-Drama

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min

Das TV-Team begleitete im Untergrund die Arbeiten für die neue Berliner U-Bahn-Linie zwischen Alex und Brandenburger Tor (2,2 Kilometer lang). Im Film „Ärger mit der Kanzlerbahn“ (7. Februar, 18.30 Uhr im RBB) wird gezeigt, wie man schon unter Betonplatten den neuen U-Bahnhof „Rotes Rathaus“ erkennen kann. Zu sehen ist aber auch, wie „Bärlinde“ zum Stillstand kam.

Denn beim Rückzug des 70 Meter langen Tunnelbohrers aus der fertigen U-Bahn-Röhre zwischen Unter den Linden und Brandenburger Tor rutschten im August 2014 sechs Kubikmeter Erde vor das Schneidrad. Da das Beweissicherungsverfahren noch immer nicht abgeschlossen ist, darf das riesige Werkzeug nicht abgebaut werden, muss in der Tunnel-Grube bleiben. Die Folge: Ohne Schneidrad kann „Bärlinde“ nicht weiterbohren. Mit ihr sollte im November der geplante Bau der zweiten U-Bahn-Röhre beginnen. Doch die Arbeiten ruhen.

2013 startete mit einer großen Feier Tunnelbohrer „Bärlinde“ an der U5-Baustelle am Roten Rathaus.

2013 startete mit einer großen Feier Tunnelbohrer „Bärlinde“ an der U5-Baustelle am Roten Rathaus.

© Uhlemann Lizenz

Die U5-Baustelle unter den Linden. Hier ist der Tunnel schon fertig. Etwas weiter steckt „Bärlinde“ am Brandenburger Tor noch immer fest.

Die U5-Baustelle unter den Linden. Hier ist der Tunnel schon fertig. Etwas weiter steckt „Bärlinde“ am Brandenburger Tor noch immer fest.

© rbb/Thomas Bälzer Lizenz

Die Bohrmaschine steht bereit. Doch ohne Schneidrad geht’s nicht weiter.

Die Bohrmaschine steht bereit. Doch ohne Schneidrad geht’s nicht weiter.

© rbb/Thomas Bälzer Lizenz

Blick in den U-Bahn-Tunnel. Im RBB-Report „Ärger mit der Kanzlerbahn“ werden auch bereits fertige Teile der U5-Verlängerung gezeigt.

Blick in den U-Bahn-Tunnel. Im RBB-Report „Ärger mit der Kanzlerbahn“ werden auch bereits fertige Teile der U5-Verlängerung gezeigt.

© rbb/Thomas Bälzer Lizenz

Die BVG gab nun beim Hersteller in Auftrag, die fehlenden Teile der Maschine nachzubauen, damit das Bohren an der U5-Strecke weitergehen kann. Doch diese können erst im April ausgeliefert werden. „Dann können auch die Arbeiten fortgesetzt werden“, teilte die „Projektgesellschaft U5“ mit.

Die U5-Verlängerung (begann 2010) sollte 2019 fertig sein. Durch die Panne verschiebt sich die Eröffnung nun auf Mitte 2020. Die Baukosten (433 Millionen Euro) erhöhen sich um 90 bis 100 Millionen Euro.

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