Berlin raubt ihm die Luft, aber trotzdem kommt der Schauspieler Volker Bruch (37, „Unsere Mütter, unsere Väter“) nicht von dieser Stadt los. Kurz vor der Free-TV-Premiere von „Babylon Berlin“, wo er die Hauptrolle spielt, spricht er über seine Hassliebe.
Eine Szene aus „Babylon Berlin“.
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Es ist wie eine Reise mit der Zeitmaschine. Für seine Rolle in „Babylon Berlin“ reist Schauspieler Volker Bruch zurück ins Jahr 1929, direkt ins Herz von Berlin an die Spree. Dort ermittelt er als Kölner Polizeikommissar Gereon Rath im Dschungel zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst der Weimarer Republik. Und verliert dort schließlich sein Herz an eine junge Dame.
Doch zu seiner Wahlheimat Kreuzberg, hat der Schauspieler in der Realität ein eher gespaltenes Verhältnis. „Ich liebe Berlin, weil es so lebendig und weltoffen ist“, sagt Volker Bruch zu dpa. Hier hat er viele tolle Menschen kennengelernt und viele seiner Freunde leben dort. „Fährt man aber mit dem Fahrrad durch Berlin, kommen die Hustenattacken, weil es so ekelhaft ist.“ Die Luft sei so schlimm, dass er manchmal Fluchtgedanken habe. Trotzdem hält er der Stadt die Treue: „Wenn ich eine Weile weg bin, zieht es mich wieder her.“ Es ist eine Hassliebe.
Seine Vorfreude auf die Folgen von „Babylon Berlin“, ist riesengroß. Bereits vor den Dreharbeiten hat er alle bisherigen Gereon-Rath Romane von Volker Kutscher verschlungen, um sich mit seiner Rolle zu identifizieren. Im Studio Babelsberg wurde ein Berliner Straßenzug neu gebaut. Die Dreharbeiten waren sehr intensiv. „Die Serie ist eine Riesennummer“, sagt er.
(sok)
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