Tag der Einheit

Axel Schulz: Für den Ex-DDR-Meister ist Ost und West kein Thema mehr

An seinem Geburtstag fiel die Mauer. Jetzt spricht Box-Legende Axel Schulz über Ost und West – und über ein Problem, das er bis heute sieht.

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Der frühere Profi-Boxer Axel Schulz wird bei „Promi Big Brother“ dabei sein.

Der frühere Profi-Boxer Axel Schulz wird bei „Promi Big Brother“ dabei sein.

© Gartner/Imago

Vom DDR-Meister zum Publikumsliebling in ganz Deutschland: Für Axel Schulz (57) spielt die Frage nach Ost oder West heute keine Rolle mehr. Ein Problem sieht der Ex-Boxer aus Brandenburg trotzdem. Und er erzählt von einer Geburtstagsfeier im November 1989, zu der fast niemand kam.

Axel Schulz: Ost oder West spielt für ihn keine Rolle

Axel Schulz stammt aus Bad Saarow in Brandenburg. Vor dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sprach er mit der Deutschen Presse-Agentur über seine Herkunft. Seine Antwort fällt knapp aus: „Bei mir ist das aber kein Thema, weil ich sehr jung ein gesamtdeutsches Produkt wurde.“  

Erkannt werde er überall, erzählt der Sportler – zuletzt etwa bei einem Termin in Hessen. „Egal, wo ich bin, mich kennen die Leute.“

Axel Schulz mit seiner Ehefrau Patricia und den Töchtern Amelina und Paulina im Jahr 2015. Die beiden trennten sich 2021.

Axel Schulz mit seiner Ehefrau Patricia und den Töchtern Amelina und Paulina im Jahr 2015. Die beiden trennten sich 2021.

© Eventpress Herrmann / Imago

Auch seine beiden Kinder, 16 und 20 Jahre alt, denken nach seinen Worten nicht mehr in Ost und West. Bei den Älteren sei das anders: „In der älteren Generation ist es immer noch ein Thema.“

Deutlich wird Schulz beim Blick auf die Wirtschaft. Hier gebe es für ihn „ein Riesenproblem“. „Man sieht, dass wir hier im Osten nicht die Investitionen haben wie im Westen“, sagte der 57-Jährige.

Zeit nach dem Ende der DDR war „sehr schwierig“

Der 9. November ist für Axel Schulz auch privat ein besonderes Datum – es ist sein Geburtstag. 1989 hatte er eine kleine Feier geplant. „Ich habe mich dann gewundert, dass fast keiner kam“, erinnert er sich. Statt zu feiern, saßen die wenigen Gäste schließlich vor dem Fernseher und schauten zu.  

Die Zeit nach der Wiedervereinigung beschreibt Schulz als „sehr schwierig“. Direkt nach der Wende wechselte er von den Amateuren ins Profilager – „aber ohne Sponsoren und ohne Fernseh-Vertrag“, wie er sagt. „Wir haben uns da hochgekämpft.“

Schulz gegen Foreman: Der Kampf von Las Vegas

Axel Schulz wurde 1988 DDR-Meister im Schwergewicht, 1992 holte er den Titel des Deutschen Meisters in derselben Gewichtsklasse. 

In den Neunzigern wurde der Brandenburger zum Publikumsliebling. Legendär ist sein Kampf gegen Weltmeister George Foreman 1995 in Las Vegas: Die Punktrichter erklärten Foreman zum Sieger – eine umstrittene Entscheidung. 1999 beendete Schulz seine Profikarriere.

Axel Schulz und George Foreman beim Boxkampf in Las Vegas 1995.

Axel Schulz und George Foreman beim Boxkampf in Las Vegas 1995.

© Horstmüller/Imago

Axel Schulz bei „Promi Big Brother“: Start am 5. Oktober

Jetzt betritt der Ex-Boxer neues Terrain. Ab Montag, 5. Oktober, ist er bei „Promi Big Brother“ zu sehen (20.15 Uhr, Sat.1 und Joyn). Es ist sein erstes Reality-Format überhaupt.

Seine Gründe nannte Schulz dem Streamingportal Joyn ohne Umschweife: Freunde hätten ihm zugeraten, und er wolle seinen Sport wieder stärker in den Fokus rücken. Auch das Geld spiele eine Rolle. „Ich bin ja Berufssportler gewesen, und wenn der Preis stimmt, dann kann man auch drüber reden.“

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