Brandserie aufgeklärt

Kripo fasst Hassbrenner

Der Mann soll insgesamt 31 Brandanschläge auf Pkws in Berlin verübt haben.

BK
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Ausgebrannte Pkw stehen im Hansaviertel an der Bartningallee. In der  Nacht zum 3. Juli brannten insgesamt fünf Autos.

Ausgebrannte Pkw stehen im Hansaviertel an der Bartningallee. In der  Nacht zum 3. Juli brannten insgesamt fünf Autos.

© dpa/Paul Zinken

Die „EG Nachtwache“ war im Juni ins Leben gerufen worden und sollte untersuchen, ob sich die gehäuften Autobrände in der Innenstadt einer bestimmten Person oder Gruppe zuordnen ließen. Ein 30-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz, der bereits wegen Brandstiftung vorbestraft war, geriet ins Visier der Ermittler. Es wurde ein Haftbefehl ausgesprochen, doch bevor die Polizeibeamten den Mann festnehmen konnten, setzte er sich nach Hamburg ab.

Tatverdächtiger soll 31 Autobrände in Berlin gelegt haben

Dort wurde der 30-Jährige am 6. August 2019 auf frischer Tat dabei ertappt, wie er ein Auto in Brand setzte. Der mutmaßliche Serientäter wurde festgenommen und gestand im Zuge dessen drei Brandanschläge in Berlin.

Insgesamt konnte der Tatverdächtige mit 31 Brandanschlägen auf Pkws in Berlin in Verbindung gebracht werden, in fünf dieser Fälle gilt der 30-Jährige als dringend tatverdächtig. Ob der 30-Jährige auch die anderen Brandstiftungen verübt hat, ist nun Gegenstand weiterer Polizeiermittlungen.

Die Polizei sprach von einem Erfolg und kündigte an, die Ermittlungsgruppe wieder aufzulösen.

Sprecher der Polizeigewerkschaft lobt „Nachtwache“

Im August lag die Zahl der angezündeten oder durch Flammen beschädigten Autos in Berlin bei mehr als 300. Inzwischen dürfte sie noch höher sein. Nur bei einem kleineren Teil der Anschläge geht die Polizei von politischen Motiven aus. In den meisten Fällen geht sie von anderen Gründen aus - Vandalismus, pyromanische Tendenzen, Racheaktionen im privaten Umfeld und Versicherungsbetrug. (BK mit dpa)

Es zeige sich einmal mehr, „dass die Berliner Polizei stets da erfolgreich ist, wo wir konzentriert und fokussiert arbeiten können“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei mit Blick auf die Ermittlergruppe „Nachtwache“. Sinnvoll wäre eine dauerhafte Einheit mit zivilen Kräften, die stadtweit und auftragsungebunden gegen Autobrandstiftungen, Profilierungsfahrten und andere stetig wiederkehrende Kriminalitätsphänomene vorgehen könne. (BK mit dpa)

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