Ausstellung „Made in Berlin“

Hier hängt Berlin rum

Bilder, die die Stadt leuchten lassen – jetzt zu sehen in einer neuen Ausstellung.

Karim Mahmoud
Lesezeit 2 Min
Eine Nackte im Schlosshotel Grunewald – die Aufnahme stammt von Olaf Heine.

Eine Nackte im Schlosshotel Grunewald – die Aufnahme stammt von Olaf Heine.

© Camera Work / Olaf Heine

Ohne sie wäre Berlin nur die Hauptstadt – eine gärende aufstrebende Metropole, die mit Lärm und Getöse, mit großer Geschichte und kleinlicher Provinzpolitik hässlich nach oben drängt. Mythisch schön wird Berlin durch was anderes: durch Filmemacher wie Wim Wenders, durch Fotografen wie Olaf Heine, Jim Rakete oder Joachim Baldauf. Christian Schulz wäre noch zu nennen, Ellen von Unwerth ...

Bilder, die die Stadt leuchten lassen

Modefotografin Ellen von Unwerth schoss diese Aufnahme 2010 im Berliner Club „Tresor“. 

Modefotografin Ellen von Unwerth schoss diese Aufnahme 2010 im Berliner Club „Tresor“. 

© Camera Work / Ellen von Unwerth

Nick Cave mit Zigarette - die Aufnahme stammt von Olaf Heine.

Nick Cave mit Zigarette - die Aufnahme stammt von Olaf Heine.

© Camera Work / Olaf Heine

Ebenfalls von Olaf Heine fotografiert: Anna Loos auf dem Sofa. Foto aus 2010. 

Ebenfalls von Olaf Heine fotografiert: Anna Loos auf dem Sofa. Foto aus 2010. 

© Camera Work / Olaf Heine

Ebenfalls von Olaf Heine fotografiert: Max Raabe im Rinnstein. Fotos aus 2010.

Ebenfalls von Olaf Heine fotografiert: Max Raabe im Rinnstein. Fotos aus 2010.

© Camera Work / Olaf Heine

Sie alle lassen die Stadt leuchten, verleihen ihr diesen magischen Glanz, der sie heraushebt aus dem Mahlstrom grauer Weltsiedlungen. Der zeitlos ist, Coolness, Ruhm und manchmal sogar Kulte entstehen lässt. 

Fotografen, die sich mit allen Facetten der Hauptstadt auseinandersetzen

Viele ihrer Bilder – gerade die, die keine Personen zeigen – sind mehr als nur Ablichtungen. Sie frieren den Zeitgeist ein, und sie öffnen den Blick für das Künftige unserer Gegenwart. Die neue Ausstellung „Made in Berlin“ in der Galerie Camera Work (Kantstraße 149) trägt dem Rechnung: 20 Fotografen, die sich in ihren Werken mit allen Facetten der deutschen Hauptstadt auseinandersetzen – ihrer Mode, der Architektur, der Vielfalt ihrer Subkulturen, natürlich auch mit den großen Persönlichkeiten, die dort leben, lieben, arbeiten und als Beispiele voranleuchten.

Das alles ist spannend und aufregend, vor allem aber ist es sehenswert. Die neue Gruppenausstellung umfasst 100 Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten und läuft bis 25. August. Und wie es sich für das mythische, in Wahrheit natürlich längst vergangene Berlin gehört, ist der Eintritt komplett frei. 

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