Was ist passiert? Ein altersschwaches Bauteil hat die Südkammer lahmgelegt. „Ein Halslager ist gebrochen“, so Scholz. Es gehört zu der Konstruktion, mit der das Tor bewegt wird. Nun geht das nicht mehr – und die Mühlendammschleuse in Mitte fällt zur Hälfte aus. Voraussichtlich bis Ende August.
Noch mehr Stress für das Personal
Die Schleuse ist deutscher Rekordhalter: Keine andere Anlage dieser Art in Deutschland wird so stark genutzt. Pro Jahr kommen hier mehr als 36.000 Wasserfahrzeuge vorbei.
2014 war die Südkammer schon einmal monatelang nicht nutzbar. Das Tankmotorschiff „Nordwind“, war mit viel Getöse gegen ein Tor gefahren.
Zwar gelang es, 96 Prozent des Verkehrs nur mit der Nordkammer aufrechtzuerhalten. Doch das bedeutete noch mehr Stress für das Personal. Es muss jetzt erneut darauf achten, dass die verbleibende Kammer gut ausgelastet ist. „Das ist wie ein Puzzle aus Wasserfahrzeugen“, so Scholz. Damit es aufgeht, werden Schiffsführer länger als gewohnt warten müssen.
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