Nein, es sind nicht die Hausherren. Auch wenn Fischer erneut die Rolle als solche für seine Truppe ablehnt. „Nein, wir sind auch in Paderborn nicht Favorit“, bleibt der Schweizer Fußballlehrer kategorisch bei seinem seit Wochen gepflegten Understatement.
Fischer begrüßt SCP-Sieg
Schnell ist er mit Hinweisen zur Hand, dass die Ostwestfalen zuletzt gegen Dortmund (3:3) und Leipzig (2:3) gut gespielt hätten und in Bremen (1:0) damit endlich auch erfolgreich waren.
Die Rote Laterne des Schlusslichts nach Köln weitergereicht zu haben, kann zudem beflügeln. „Vielleicht ist es sogar gut, dass durch deren Sieg nicht die Wahrnehmung entstehe, du fährt einfach mal da hin und musst. Wäre das Logischste, aber so funktioniert Fußball einfach nicht“, so Fischer mahnend.
Natürlich betont der 53-Jährige auch die Qualität des Angriffsspiels der Gastgeber. „Das ist eine Mannschaft mit horrendem Tempo. Die vier da vorne sind alle sehr, sehr schnell. Gerade ihr Umschaltspiel ist sehr gefährlich. Da brauchst du eine Antwort drauf“, so seine Lobeshymnen auf den Kontrahenten.
Nicht müde wird er dabei, auch auf das Vorjahr zu verweisen, als Union bei den Ostwestfalen nicht über ein torloses Remis hinauskam und zu Hause sogar mit 1:3 den Kürzeren zog. „Ihre Spielweise ist heute immer noch die gleiche wie damals“, sagt Fischer mahnend.
Union kann variabel
Alles schön und richtig. Doch eine Übermannschaft ist der SCP auch nicht. Die Tabelle und der bisherige Saisonverlauf zeigen das auf. Da erwiesen sich die Köpenicker bislang als die reifere Mannschaft, die variabel auf verschiedene Gegner reagieren kann und nicht nur stur im Hurra-Stil nach vorne stürmt.
Was den Eisernen entgegenkommen sollte. Die tun sich leichter gegen Gegner, die mitspielen wollen.
Ein Rezept, wie Union der nicht angenommenen Favoritenrolle dann doch noch gerecht werden kann, hat Fischer dennoch parat: „Da gilt es, Räume nicht zu geben. Da gilt es, Eins-Eins-Situationen zu bestreiten und zu gewinnen und kompakt zu sein über 90 Minuten“, so seine Marschroute. Klingt vertraut, wenn man die bisherigen Saisonspiele der Eisernen so betrachtet.
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