Riesen-Aufregung im Netz: Nutzer berichteten, im Ikea-Katalog 2016 einen Tisch im Hakenkreuz-Design entdeckt zu haben. Der Preis: 88 Euro! Wer es nicht weiß: Die Zahl 88 wird in Neonazi-Kreisen als Grußkürzel für "Heil Hitler" verwendet.
Kann das denn wahr sein? Ein “Hadølf”-Tisch ausgerechnet bei Ikea? Aufgetaucht war der Skandal wohl zunächst in Italien - im dortigen Katalog des schwedischen Möbelhauses soll der Tisch angeblich zu finden sein.
Die deutsche Pressestelle des Konzerns in Hofheim-Wallau war dementsprechend baff, als sie von der Angelegenheit hörte - und antwortete auf eine Beschwerde: "Selbstverständlich gibt es einen solchen Tisch nicht in unserem Programm - weder in Italien noch anderswo." Man behalte sich rechtliche Schritte vor.
Es handelt sich also um einen Hoax, und zwar nicht der erste, der Ikea in Verbindung mit der Nazi-Ideologie bringt:
Der Jux könnte einen ernsten Hintergrund haben: Wie vor einiger Zeit herauskam, war Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ein glühender Hitler-Verehrer - und Mitglied der schwedischen Nazi-Partei SSS. Auch nach dem zweiten Weltkrieg soll Kamprad eng mit dem Netzwerk der "Neuschweden" verbandelt gewesen sein, eine offen nazistische Bewegung. Mit dem Ikea-Imperium wurde Kamprad zu einem der reichten Männer der Welt. JSt
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