Auf Firmenparty verschwunden

Großeinsatz: Rettungstaucher suchen vermissten Bauarbeiter

Feuerwehr taucht nach Bauarbeiter, der angeblich in die Spree gestürzt war. Schließlich wird der Mann gefunden - über Wasser.

Mike Wilms
Lesezeit 2 Min
Vom Polizeischiff "Seeschwalbe" aus suchen die Taucher die Spree ab.

Vom Polizeischiff "Seeschwalbe" aus suchen die Taucher die Spree ab.

© schroeder Lizenz

Das Ganze verlief nach ersten Informationen etwa so: Eine Gruppe Bauarbeiter feierte eine abendliche Firmen-Party, als zwei Mitarbeiter mal kurz einen Abstecher zur Brücke am S-Bahnhof Friedrichstraße machten. Plötzlich war einer der Männer wie vom Erdboden verschluckt.

Sein Kollege dachte, er sei in die Spree gesprungen – oder gestürzt. Also rief er gegen 23.30 Uhr die Feuerwehr, die dann auch gleich zur Großsuche anrückte – auf und unter Wasser.

Rasch fanden sich etwa 100 Schaulustige am Spreeufer ein. Von dem vermissten Bauarbeiter aber fehlte eine halbe Stunde lang Spur. Bis die Bauarbeiter plötzlich Entwarnung gaben: Der Gesuchte war unerwartet wieder aufgetaucht! Vielleicht nicht ganz nüchtern, aber trocken. 

Der Mann hatte, wie es heißt, die ganze Zeit an einer Weinbar gestanden. Demnach verbrachte er womöglich den größten Teil der spektakulären Such-Aktion in genau dem Lokal, in dem die Bauarbeiter gefeiert hatten. Weit war er jedenfalls nicht gekommen. 

Offen bleibt, wer den unnötigen Einsatz jetzt bezahlt. Es heißt, dass die Bauarbeiter wohl nicht zur Kasse gebeten werden. Der Kumpel des „Vermissten“ hatte ja wirklich gedacht, sein Kollege sei ernsthaft in Lebensgefahr. MOW

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