Die spannenden Abenteuer der drei Kobolde Abrax, Brabax und Califax haben die Macher des Comic-Magazins akribisch wie immer vorbereitet: .„Für die neue Ausgabe haben wir sogar im Hansemuseum recherchiert“, so Herausgeber Klaus Schleiter (68). Allzu viel wollen Zeichner, Autoren und Redakteure vorher aber nicht verraten. Aber: Es wird im jedem Heft eine kleine Schatzsuche, ein Rätsel, geben. Und vielleicht haben die Macher ja auch irgendwo einen großen Schatz versteckt.
Im vergangenen Jahr reisten die drei Comic-Kobolde durch die Reformationszeit. Mit Erfolg. Martin Luther sorgte dafür, dass der Umsatz der Mosaik-Hefte wieder um 35 Prozent kletterte. Die Auflage steigt nach einem Verkaufsrückgang wieder: Monatlich werden etwa 70 000 Exemplare verkauft.
Zeichner Niels Bülow zeigt, wie die drei Abrafaxe entstehen. Er arbeitet seit 2001 beim Mosaik-Verlag. Diesmal reisen die Abrafaxe in die Hanse-Zeit.
© camcop media / Andreas Klug
„Wir sind damit das erfolgreichste Comic in Deutschland. Micky Maus haben wir jetzt überholt“, so Klaus Schleiter während der Präsentation der neuen Abenteuer. Das frühere kapitalistische Pendant liegt jetzt nur noch auf Platz zwei. 1976 erschien das erste Abrafaxe-Heft noch zu DDR-Zeiten – auch um Walt Disney aus den USA Konkurrenz zu machen.
Ausgabe 507 kommt am Mittwoch heraus. Die Abrafaxe reisen jetzt nach Lübeck, Rostock, Wismar und Stralsund. Ihre Geschichte spielen im 13. und 14. Jahrhundert, die drei Kobolde bekommen es mit Seeleuten und Räubern zu tun.
Comic-Autor Jens Schubert erklärt die Entscheidung. : „Wir haben den Leser da draußen, die uns ermutigen, weiterzumachen, auch immer in andere Ländern mitgenommen. Wieder geht es darum, die eigene Geschichte zu erkunden, die eigenen Wurzeln. Und die Hanse war ja ein hervorragendes Handelsbündnis in Europa.“
In Mecklenburg-Vorpommern freuen sie sich jedenfalls. Die Abrafaxe machen nun Werbung für die Ostseeküste.
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