Eigentlich war ja vereinbart, dass Pascal Klemens (20) – wie auch Linus Gechter (21) – die U20-Nationalmannschaft diesmal sausen lässt und lieber für die Rettung im Zweitliga-Abstiegskampf bei Hertha BSC trainiert. Aber weil bei DFB-Coach Hannes Wolf plötzlich Not am Mann war, das Spiel gegen Portugal ja quasi um die Ecke in Babelsberg stieg … Na ja, da kannste schnell mal hinfahren.
Herthas Pascal Klemens macht nach dem Kopf-Crash in Babelsberg den Kiefer-Test.
© Matthias Koch/imago
So weit alles okay, aber wie das immer so ist, kommt beim 1:1 (0:0) dann alles anders. In der 40. Minute krachen Klemens und ein Portugiese wuchtig mit den Köpfen zusammen. Der Herthaner wird auf dem Platz behandelt, quält sich noch bis in die nahe Pause durch, bleibt für die zweite Halbzeit in der Kabine und – fehlte dann am Dienstag beim blau-weißen Training auf dem Schenckendorffplatz.
Neue Chance für Diego Demme?
Erst mal steht Klemens mit einem Brummschädel unter medizinischer Kontrolle. Daumen drücken, dass da keine Gehirnerschütterung mit im Spiel ist. Aber auch ohne wird’s eng fürs Spiel am Samstag gegen den Karlsruher SC (13 Uhr, Olympiastadion). Der Fluch der guten Tat …
Ironie des Schicksals: Sollte Klemens tatsächlich ausfallen, würde ihn wohl Diego Demme (33) ersetzen. Als Chef fürs Mittelfeld aus Neapel geholt, fasste der Ex-Leipziger bisher aber nie richtig Fuß. Auch wegen zweier Gehirnerschütterungen. ■
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