Mit mehr Cleverness und Intelligenz hätten es drei sein können.
Klarer Fall von Glas halbvoll, oder halbleer. „Ich muss erst mal meine Gefühle sortieren. Das war sicherlich für die Zuschauer höchst unterhaltsam. Für Trainer aber ...“, ließ Unions Coach Jens Keller den Satz unvollendet. Völlig klar, was er meinte.
„Wenn man vier Tor schießt, muss man mehr mitnehmen“, mochte sich Felix Kroos auch nicht so recht freuen. Zumal die Köpenicker in der Schlussphase auch noch den Hundertprozenter hatten, als Collin Quaner und Kenny Prince Redondo im Paarlauf auf Bielefelds Keeper Wolfgang Hesl zueilten. Redondo verstolperte die Kugel anstatt sie einfach quer auf den nach ihr gierenden Quaner zu legen (87.).
Es wäre der fulminante Höhepunkt gewesen in einer Partie, in der Union Bielefeld leider zum Toreschießen einlud. Vor dem 0:1 verdaddelte Kroos die Kugel, so das sich Stephan Fürstner in ein Foul retten musste. Mit Folgen, Sebastian Schuppans Freistoß zappelte im Netz (30.).
Union in Bielefeld
Ach, ja, wer den Schaden hat... Für diese Einlage von Bielefelds Keeper Wolfgang Hesl sagt Union ganz doll danke. Stephan Fürstner hatte abgezogen und die Kugel wollte Hesl fangen. Wollte!
© Bongarts/Getty Images
Unions Torwart Jakob Busk schaut dem Freistoß-Tor von Bielefelds Sebastian Schuppan (nicht im Bild) nur hinterher. Rechts: Unions Trimmel
© dpa
Steven Skrzybski trifft gegen Bielefelds Keeper Wolfgang Hesl zum 4:3.
© Bongarts/Getty Images
© Bongarts/Getty Images
© dpa
© dpa
© dpa
© dpa
Das 1:2 – zuvor glich Stephan Fürstner aus (38.) – leitete Hesl mit einem Abwurf ein. Christoph Hemlein konnte Kristian Pedersen enteilen und fand Fabian Klos in der Mitte (42.). Beim 1:3 konnte Hemlein sich erneut gegen Kroos und Pedersen behaupten sowie Christopher Nöte bedienen (63.). Aus die Maus?
Nicht, wenn die Moral eisern ist. Steven Skrzybskis Blitz-Anschluss machte alles wieder offen (2:3/66.). Quaners Direktabnahme von Christopher Trimmels Zuspiel knallte unter die Latte und hinter die Linie (3:3/68.). Und Skrzybski schien den Sack mit dem 4:3 zugebunden zu haben (81.).
Doch doch dann blieb ein Pass von Kroos an Schiri Timo Gerach hängen und über diese Bande zum Gegner. Wovon Bielefelds David Ulm profitierte, das 4:4 (86.) machte. Was für ein Aufregerspiel. Nur ohne glückliches Ende.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com