ARD zeigt Dokumentation "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR"

Als Lindi Unter den Linden rocken wollte ...

Sina Kampe
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Udo Lindenberg (64) singt im Palast der Republik, die FDJ-Blauhemden klatschen höflich: Szene eins der Doku "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR". Aber das wahre Leben tobt nicht in Erichs Lampenladen ...Acht Jahre hat der Panikrocker für einen Auftritt in der DDR gekämpft. Als "mittelmäßiger Schlagersänger der BRD", bezeichnet ihn die Stasi. Irrtum. Mit "Sonderzug nach Pankow" gilt sein Auftritt als gestorben. Noch ein Irrtum. Das Lied landet zwar auf dem Index, aber Udo darf spielen.Am 25. Oktober 1983 ist es soweit. "Ich war extrem nervös", erinnert sich Lindenberg. Die Stasi war noch nervöser. 1615 Mitarbeiter werden auf ihn und seine Crew angesetzt. Er wird abgeschirmt. Doch für einen Moment entwischt er.Die Kamera fängt ihn vorm Palast der Republik ein. "Udo, Udo"-Sprechchöre, tumultartige Szenen. Der Sänger verspricht: "Bald komme ich auf DDR-Tournee." Doch diesmal irrt sich Lindenberg.Die DDR-Oberen haben Angst vor der Udo-Manie und brechen ihr Versprechen. So bleibt es ein einmaliges historisches Ereignis, was die Doku zeigt (13. Januar, 23.30 Uhr, ARD, am Abend der "Hinterm Horizont"-Premiere). Mitgewirkt hat übrigens Moderator Reinhold Beckmann (54), der Lindenberg bei seinem DDR-Besuch als Kamera-Assistent eines ARD-Teams begleitete.------------------------------

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