Anwohner aus dem Barnimkiez kämpfen um eigene Stellplätze

Friedrichshainer bitten Pankow um Park-Asyl

Ronald Gorny
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Berlin - So etwas hat es bisher noch nicht gegeben. Anwohner aus Friedrichshain betteln um eine Parkraumbewirtschaftung und klopfen beim Nachbarbezirk Pankow an.Das Barnimviertel rund um den Platz der Vereinten Nationen. Daniela Hennig (57) fährt mit ihrem Auto schon jetzt mitunter stundenlang im Karree, bis sie endlich einen Parkplatz findet. Der Grund: Besucher des nahe gelegenen Krankenhauses Friedrichshain stellen ihre Fahrzeuge einfach in ihrem Kiez ab, wollen Vignetten sparen.Eine Bürger-Initiative wünscht sich deshalb eine Parkraumbewirtschaftung wie im Nachbarbezirk Pankow. Friedrichshains Baustadtrat Hans Panhoff hat schon bei seinem Kollegen Jens-Holger Kirchner (beide Grüne) um Amtshilfe gebeten.Die Lösung: Ab April 2012 könnte Pankow zusätzlich zum Bötzowviertel auch noch das angrenzende Barnimviertel bewirtschaften. Kirchner zum KURIER: "Ich kalkuliere mit 50 zusätzlichen Automaten und bis zu 15 Überwachungskräften." Im Gespräch ist eine Gebühr von 1 Euro pro Stunde.------------------------------Roland Schwabe (49) aus Märkisch-Oderland: "Wenn ich beruflich zum Krankenhaus Friedrichshain muss, parke ich am Platz der Vereinten Nationen, weil ich an anderer Stelle einfach keinen Stellplatz finde."Anwohnerin Daniela Hennig (49): "Vor allem an Wochenenden und bei schönem Wetter bekomme ich keinen Parkplatz hier und muss stundenlang im Karree fahren, bis ich endlich mein Auto irgendwo abstellen kann."Anwohner Hans-Jürgen Gütz (75): "Eine neue Parkraum-Bewirtschaftung wäre zwar teurer, aber eine große Erleichterung für mich. Dann müsste ich nicht mehr so weit Einkaufstaschen vom Auto zur Wohnung tragen. Stellplätze sind hier kaum vorhanden."Anwohner Thomas Zoch (55): "Ich habe nichts gegen die geplante Parkraumbewirtschaftung in unserem Kiez. Aber sie darf nicht zur Abzocke werden. Schließlich zahle ich schon Kfz-Steuer. Die Lebenshaltungskosten sind auch sonst nicht gering."

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