Antisemitismus-Vorfall im Restaurant

Jüdische Familie wird nicht bedient

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus hat angeblichen Fall publik gemacht.

BK
Lesezeit 2 Min
Immer wieder kommt es in Berlin zu antisemitischen Übergriffen.

Immer wieder kommt es in Berlin zu antisemitischen Übergriffen.

© imago/Christian Mang

Als der Vater nachfragte, hieß es, sie säßen am falschen Tisch. Sie bekamen aber keinen Tisch, an dem sie bedient wurden. „Stattdessen wurde ihnen signalisiert, sie sollten das Restaurant verlassen“, heißt es. „Als der Mann einen Angestellten mehrfach damit konfrontierte, dass Juden in dem Lokal wohl nicht bedient würden, erntete er hierfür nur ein spöttisches Lächeln.“

Mehrere brisante Vorfälle in jüngster Vergangenheit

In der Hauptstadt gibt es vermehrt Drohungen und Angriffe auf Juden. So wurde Mitte April ein Mann, der eine Kippa trug, auf offener Straße mit einem Gürtel verprügelt. Der Mann hatte sich die jüdische Kopfbedeckung zum Test aufgesetzt.

Auch an Schulen ist Antisemitismus ein beherrschendes Thema. „Du Jude“, „Scheiß-Jude“, „Juden sind Mörder“. Es sind solche Äußerungen, die Lehrer im Berliner Schulalltag von ihren Schülern hören.

Mehrfach werden Fälle gemeldet, in denen Juden öffentlich beschimpft werden. Restaurantbesitzer Yorai Feinberg in Berlin-Schöneberg hat Ende vergangenen Jahres einen Mann dabei gefilmt, wie dieser ihn verbal angegriffen hat.
 

(BK)

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