Ändern, lösen, lernen – diese drei Worte beschreiben die Genius-Methode. Lösungen suchen statt sich zu ärgern, heißt die Botschaft. Ein Beispiel: Sie haben die Mittagspause durchgearbeitet, kurz vor Feierabend liegt nur noch eine unerledigte Sache auf Ihrem Schreibtisch. Genau die mahnt der Chef ungehalten an. Sie sind wütend, die Stresswerte steigen. Als eine Kollegin vorbeikommt, müssen Sie Dampf ablassen. Ihr Stressspiegel steigt weiter. Am Abend wird das Verhalten des Chefs mit dem Partner oder der besten Freundin durchgehechelt. Der zweite Fehler, denn die Stresswerte im Blut erreichen einen neuen Höchstwert.
Die Lösung: Statt sich zu ärgern, fragen Sie sich: Kann ich die Situation ändern? Die Antwort heißt: „Ja.“ Jetzt folgt die gedankliche Suche nach Lösungen. Sie fragen z. B. in Zukunft den Chef morgens, was besonders dringend anliegt. Oder Sie übernehmen nur so viele Aufgaben, wie Sie schaffen können. Dritte Variante: Sie holen sich rechtzeitig Hilfe. Je mehr Lösungen Sie sich ausdenken, desto besser. Sie können sich nämlich nicht gleichzeitig ärgern und kreativ sein. Die Stresswerte bleiben nun niedrig. Der letzte Schritt: lernen. Nächstes Mal weisen Sie Ihren Chef sachlich und ruhig darauf hin, dass er zu viel verlangt. Wenn Sie davor zurückschrecken, überlegen Sie, ob ein Kurs für mehr Selbstvertrauen Ihnen helfen würde. Wie die Lösungen auch aussehen, sie reduzieren Stress und verwandeln negative Emotionen in positive. Sie fühlen sich einer Situation nicht mehr hilflos ausgeliefert, weil Sie wissen, wie Sie sich in Zukunft in einer ähnlichen Lage verhalten werden.
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