Andreas Neuendorf

Herthas Zecke verspricht nächsten Mega-Jahrgang

Der Ex-Profi trainiert die U17.

Sebastian Schmitt
Lesezeit 2 Min
Die Fahne im Herzen und die Jugend im Auge: Andreas „Zecke“ Neuendorf.

Die Fahne im Herzen und die Jugend im Auge: Andreas „Zecke“ Neuendorf.

© City-Press GbR

Eine Mini-Chance auf den nächsten Titel besteht noch: Nach der A- kann auch die B-Jugend deutscher Meister werden. Aber Zeckes Jungs haben es nicht mehr in der Hand: Vor dem letzten Spieltag liegen sie einen Punkt hinter Leipzig. Kein Problem: Seine U17 ist eher eine U16, „Wir spielen mit bis zu fünf Spielern, die sogar noch übernächstes Jahr B-Jugend spielen können“, erklärt Herthas Urgestein.

Auch „Trainerglück“ gehört dazu

Wächst da die nächste goldene Generation heran? Unter den 2000 und 2001 geborenen seien auch „Granaten dabei“. Eine erneute, fette Ernte verspricht sich Zecke in zwei bis drei Jahren: „Von den 2002ern erwarten wir uns ähnlich viel wie von den 99ern. Das war ein Jahrhundert-Jahrgang.“

Mit Arne Meier, Palko Dardai, Julius Kade, Flo Baak und Dennis Smarsch stattet Hertha gleich fünf mit einem Profi-Vertrag aus. Für Zecke ein gravierender Unterschied zu früher: „Wir mussten woanders hingehen, um zu spielen.“ 

Andreas "Zecke" Neuendorf ist eine lebende Hertha-Legende.

Andreas "Zecke" Neuendorf ist eine lebende Hertha-Legende.

© imago/Bernd König

Das ist nun unter Profi-Trainer Pal Dardai anders. Denn für Zecke gehört neben Einstellung und Freude auch „Trainerglück“ dazu. „Ich sitze öfters mit ihm in seinem Garten. Er hat die 99er als U15-Trainer zusammengestellt.

Sein Traum war immer mit diesen Jungs bei den Profis zu arbeiten.“ Zeckes Fazit lautet: „Mehr Leben zwischen der Akademie und den Profis gab es noch nie.“

Fast nur gebürtige Berliner

Steht also der nächste Überflieger nach Maier bereits in den Startlöchern? „Arne ist eine echte Ausnahme. So wie Götze, Reus oder Özil. Es gibt immer mal wieder Spieler, die selbst in einem so starken Jahrgang herausstechen. Aber ich traue in ein paar Jahren vielen von den Jungs diesen Weg zu.“ 

Auffällig: In allen Nachwuchs-Teams spielen fast nur gebürtige Berliner. „Aus Berlin, für Berlin“, erinnert sich Zecke an den alten Klub-Slogan. Der ist zwar verschwunden, gelebt wird er aber weiter.

Andere Klubs würden 20 Spieler mit der Hoffnung holen, dass es einer packt. „Wir ergänzen unsere guten Kader nur mit Auserwählten, die in unser Internat kommen“, erklärt Zecke den Hertha-Weg.  

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