Himalaya-Gebirge mit Seilbahn, große Tierlandschaften, Amazonashaus – bis 2030 soll ein neuer Tierpark entstehen, um mehr Besucher anzulocken, damit so endlich mehr Geld in die leeren Kassen kommt. Im Vorfeld zu der Hauptausschuss-Sitzung rührte Knieriem daher schon auf zwei Veranstaltungen vor Berlinern noch einmal die Werbetrommel für seine Pläne.
Denn der Tierpark-Chef will sich nicht mit den 1,5 Millionen Euro abspeisen lassen, die im August der Senat in seinem Haushaltsplan-Entwurf 2016/17 für den Umbau bewilligte (der KURIER berichtete exklusiv). Knieriem machte deutlich klar, dass er für die Startphase der Arbeiten jährlich sieben Millionen Euro braucht.
Aus eigener Kraft geht es nicht. Knieriem rechnete auf den Veranstaltungen noch einmal vor, wie arm der Tierpark ist. Sechs Millionen Euro nimmt der Tierpark zwar jährlich durch die Besucher ein. Aber fast acht Millionen Euro gehen für die Personalkosten (197 Mitarbeiter) drauf. Dazu kommen die gewaltigen Energiekosten für die Gebäude.
„Dem Tierpark fällt es sogar schwer, 500 Euro für ein neues Fahrrad für die Pfleger auszugeben“, sagt der CDU-Abgeordnete Danny Freymark, der vom Senat mehr Geld für den Tierpark fordert. Die Finanzverwaltung erklärte gestern überraschend auf KURIER-Anfrage, dass im Haushaltsentwurf 2016/17 nun vier Millionen Euro für den Tierpark-Umbau stehen.
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