Die nächste traurige Nachricht für den deutschen Fußball. Nachdem Franz Beckenbauer im Januar verstorben war, ist jetzt auch Fußball-Weltmeister Andreas Brehme im Alter von 63 Jahren gestorben. Das bestätigte am Dienstag seine Familie.
Der Siegtorschütze aus dem WM-Finale 1990 gegen Argentinien starb in der Nacht zu Dienstag an einem Herzinfarkt. Brehme, der 86 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritt, wurde nur 63 Jahre alt.
Andreas Brehme (1960 - 2024)
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„In tiefer Trauer teile ich im Namen der Familie mit, dass mein Lebensgefährte Andreas Brehme heute Nacht infolge eines Herzstillstandes plötzlich und unerwartet verstorben ist. Wir bitten, in dieser schweren Zeit unsere Privatsphäre zu wahren und von Fragen abzusehen“, hieß es in Schaefers Mitteilung.
8. Juli 1990 in Rom: Das entscheidende Tor im WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien. Vergeblich hechtet der argentinische Torhüter Sergio Goycoechea in die richtige Ecke. In der 85. Minute des Spiels im Olympiastadion verwandelt Andi Brehme (Nr. 3) einen Strafstoß zum 1:0.
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Andi Brehme - Schlüsselfigur der Nationalmannschaft
Damit verliert der deutsche Fußball nur wenige Wochen nach dem Tod des damaligen Teamchefs Franz Beckenbauer eine weitere Schlüsselfigur aus dem Nationalteam, das 1990 den dritten deutschen WM-Titel geholt hatte. Brehme gehörte bei der Endrunde in Italien zu den herausragenden Spielern. Im Finale in Rom erzielte er kurz vor Schluss den Siegtreffer zum 1:0.
Andreas Brehme (l), kuschelt mit dem WM-Pokal, daneben Teamgefährte Thomas Häßler.
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Der gebürtige Hamburger bestritt insgesamt drei WM-Endrunden. Auch 1986 stand er mit Deutschland im verlorenen Finale gegen Argentinien. Seine beste Zeit als Vereinsspieler erlebte er bei Inter Mailand, wo er Meister (1989) und UEFA-Cupsieger (1991) wurde. In der Bundesliga lief er für den 1. FC Saarbrücken, den 1. FC Kaiserslautern und den FC Bayern München auf. Mit dem FCK und den Bayern gewann er auch die deutsche Meisterschaft.
Franz Beckenbauer und Andi Brehme wurden beste Freunde
Nach seiner Karriere stieg der frühere Außenverteidiger ins Trainergeschäft ein, wo er aber an seine Erfolge als Spieler nicht anknüpfen konnte. Er trainierte den FCK, die SpVgg Unterhaching und war Co-Trainer beim VfB Stuttgart.
1990: Im Flugzeug beim Rückflug von Rom nach Frankfurt präsentieren der damalige DFB-Teamchef Franz Beckenbauer (l), Lothar Matthäus (M) und Andreas Brehme den WM-Pokal.
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Im Januar hatte Brehme noch rührende Worte zum Tod von Legende Beckenbauer geäußert. „Ich denke, im Himmel wird er mit Pelé und Maradona ein magisches Dreieck gründen“, sagte er. „Als kleiner Junge hatte ich, wie vermutlich jeder Junge in Deutschland, über meinem Bett ein Franz-Beckenbauer-Poster hängen. Später wurde er mein Boss und ich durfte mit ihm arbeiten. Und am Ende wurden wir enge Freunde. Ich habe deshalb dem Franz sehr viel zu verdanken.“ ■
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