Selbst die ausgeruhten Roten Bullen hatten den Marathon-Monstern, die innerhalb von sechs Tagen dreimal Verlängerung spielen mussten, im ersten Halbfinale am Ende nichts mehr entgegenzusetzen. Kaum zu glauben, dass Doppeltorschütze André Rankel nach 85 Minuten sagte: „Die Beine fühlen sich noch gut an.“
Und jetzt wird’s noch besser. Am Sonntag geht es zu Hause weiter (16.45 Uhr). „Wir wollen nachlegen mit den Fans im Rücken“, sagt Rankel. In den Play-offs ist die MB-Arena die reine Trutzburg, für die gegnerischen Teams gibt es hier nichts zu holen. Straubing und vor allem Mannheim mussten jedes Mal frustriert die Koffer packen.
Dass es den Münchner mit Ex-EHC-Coach Don Jackson ähnlich geht, ist nicht unwahrscheinlich. So langsam fällt es schwer, noch Schwachpunkte in dieser Bären-Truppe zu finden.
Selbst die größte Baustelle der letzten Woche scheint behoben: Das entscheidende Tor zur 1:0-Serienführung erzielte Rankel im Powerplay. Niemand wäre auf die Idee gekommen, dass der Hauptrunden-Primus hier gegen den Achten spielte. Die Eisbären treten inzwischen auf wie ein Meisterschaftsanwärter.
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