Tucson - Held oder Halunke? Die USA streiten über Sheriff Clarence Dupnik. Denn der hatte unter dem Eindruck des Blutbades von Tucson die Verantwortung bei der US-Rechten gesehen.Sein Arizona sei ein "Mekka des Hasses" geworden. Das Klima sei vergiftet, in dem Jared Lee Loughner loslaufen konnte, um Gabrielle Giffords zu schießen. Die Kongressabgeordnete überlebte mit einem Kopfschuss, doch sechs Menschen starben. Nun hat der bärbeißige Sheriff Tausende von Sympathisanten auf Facebook - aber auch Feinde.Weil er aussprach, was viele denken: Das Land versinkt in einem Sumpf aus Hass und Hetze. Eine Top-Politikerin wie Sarah Palin kann ihre Gegner wie Gabrielle Giffords im Internet mit einem Fadenkreuz markieren. Was durchgeknallte Köpfe wie Jared Loughner dann in die Bluttat umsetzen.Gestern wurde der 22-Jährige angeklagt: Mord und versuchter Mord. Kein Wort hat er bisher gesagt.Was ist das für ein Mensch? Dupnik spricht von einem "einzelnen, sehr gestörten Individuum". Loughner gilt bei Mitschülern als psychisch labil. Mal hatte er Ausraster, mal Aussetzer. Dazu kommt: Loughner hat ein Drogenproblem. Und: Der junge Mann fühlte sich verfolgt - von der Regierung, die "Gehirnwäsche" betrieb.Hat Loughner der ultrarechten Tea Party ihre Slogans geglaubt oder war es das paranoide Klima in der US-Politik, das ihn zur Tat trieb? Loughner hatte, steht fest, Giffords als Ziel im Auge - die Demokratin sollte sterben. Ihr galt sein erster Schuss, aus nächster Nähe.Das Wunder von Tucson: Giffords überlebte, obwohl die Kugel ihr Hirn durchschlug. Die 40-Jährige reagiert bereits auf Fragen - die Ärzte sind vorsichtig optimistisch.------------------------------BU: Loughner (L.) hatte Giffords lange im Visier.
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