Neu ist die Idee nicht. Bereits vor 120 Jahren war Mahlsdorf ein Haltepunkt auf der viel befahrenen Strecke zwischen Königsberg und Berlin. Damals hielten die „schwarzen Züge“, wie Einheimische die dampflokbetriebene Bahn nannten, auch in Biesdorf, Kaulsdorf und Hoppegarten.
Die Deutsche Bahn will den Service auf der Strecke nach Polen ausbauen. Dazu gehört künftig auch der Halt in Mahlsdorf, der schon jetzt ein Verkehrsknotenpunkt ist. Mehr als 14 000 Fahrgäste steigen hier täglich von der S-Bahn auf andere Verkehrsmittel um, wie Friedemann Keßler von der DB-Netze AG erklärte. Die Regionalbahn rechnet täglich mit 1400 Fahrgästen in Mahlsdorf.
Die Planungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, weil sie kein kommunales Land betreffen. Wenn alles klappt, könnte bereits im Frühjahr 2016 die Baugenehmigung vorliegen und die Bahn sofort loslegen. Der RB 26 nach Küstrin fährt ab Lichtenberg auf einem Extragleis neben der S-Bahn. Deshalb wird auch der neue Regionalbahnsteig außerhalb des bisherigen Bahnhofgebäudes liegen. Geplant ist der Bahnsteig parallel zur Treskowstraße, dort, wo auch die Straßenbahnlinie 62 von Köpenick endet. Von der Treskowstraße aus gelangt man zum neuen Haltepunkt. Die Einweihungsfeier, sofern alles reibungslos verläuft, ist für 2017 geplant.
Für die Bündnisgrünen aus Marzahn-Hellersdorf gehen die Planungen noch nicht weit genug. Sie fordern für die Straßenbahn einen Zehn-Minuten-Takt, um die Wissenschaftsstadt Adlershof besser anzubinden. BACH
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